Die Verbraucherzentrale Hamburg führt Musterprozesse gegen Firmen, die Gewinne versprechen, aber nie auszahlen. Zwar müssen versprochene Gewinne laut Gesetz ausgezahlt werden. Doch Abzockerfirmen halten sich nicht daran, sondern verleiten die Empfänger zu teuren Bestellungen oder Anrufen an eine 0190-Nummer. Klagen scheitern meist, weil nur Tarnadressen genannt werden, und wenn ein Anwalt keine zustellfähige Adresse ermittelt, bleibt der Klagewillige auf seinen Anwaltskosten sitzen.

Da, wo die Verantwortlichen gefunden wurden, haben Gerichte keine Zweifel gelassen, dass der Verbraucher Anspruch auf Auszahlung des Gewinns hatte. „Da half auch das Kleingedruckte nicht“, berichtet Juristin Edda Castello von der VZ Hamburg. Sie hat Klagen eingereicht gegen Topkom in Baden-Baden, Sparen und Gewinnen in Alkmaar, Dajus in Bremen und R. Dietrich in Zwönitz. Eine Klage gegen die Firma Friedrich Müller in Wien, über die test mehrfach berichtete, steht bevor.

Um weitere Verfahren anstrengen zu können, bittet die VZ um Spenden:

Hamburger Sparkasse
Konto 1237–120 603
BLZ 200 505 50
Stichwort „Gewinnspielprozess“

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