Gewinnspiele Meldung

Die versprochenen Gewinne sind oft an eine Bestellung geknüpft.

Wer Gewinnzusagen an Verbraucher verschickt, muss sie einhalten. Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied den Fall eines Mannes, dem eine niederländische Versandhandelsgesellschaft im September 2001 ein Schreiben mit folgender Versprechung geschickt hatte. „Es sind 9 000 DM! Ja, 9 000 DM in bar, die Ihnen und Ihrer Ziehungs-Nummer eindeutig zugeteilt wurden!“ Obwohl der Verbraucher den „Einlöse-Scheck“ und eine Bestellung für rund 80 Mark zurückschickte, blieb der Gewinn aus. Da klagte der Mann das Geld mit Erfolg ein.

Er wird das Geld vielleicht tatsächlich erhalten. Doch in den meisten Fällen ist das Eintreiben der Gewinne erfolglos. Die Unternehmen sitzen oft im Ausland oder sind lediglich Briefkastenfirmen. Dann bekommt der Verbraucher vor Gericht zwar Recht, den Gewinn erhält er aber trotzdem nicht und bleibt zu guter Letzt sogar auf den Kosten sitzen.

Tipp: Gegen Gewinnspielfirmen sollten nur Verbraucher klagen, die eine Rechtsschutzversicherung haben.

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