Der Bundes­gerichts­hof hat die Verurteilung eines Anwalts wegen versuchter Nötigung bestätigt (Az. 1 StR 162/13). Der Anwalt hatte Kunden einer Gewinn­spielfirma unter Druck gesetzt. Das Land­gericht Essen hat dafür 14 Monate Haft auf Bewährung verhängt.

Die Firma hatte Kunden angeboten, sie gegen eine Gebühr bei zahlreichen Gewinn­spielen einzutragen. Das tat sie nicht, heuerte aber den Anwalt an, als viele Kunden nicht zahlten.

Der Anwalt drohte in einem Mahn­schreiben mit Folgen einer gericht­lichen Auseinander­setzung, obwohl das Unternehmen nie vor Gericht zog. Die Gemahnten zahlten darauf­hin 860 000 Euro, davon gingen knapp 140 000 Euro an den Rechts­anwalt.

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