Gewässerschadenhaftpflicht Test

Den Heizöltank füllen lassen ist teuer. Doch ein Vermögen kann es kosten, wenn der Tank leckt und das Öl ausläuft.

Wenn Heizöl das Grundwasser verseucht, muss der Öltankbesitzer dafür haften. Eine Gewässerschadenhaftpflicht übernimmt die Kosten.

Ein Öltank birgt besondere Gefahren für das Grundwasser. Ein Leck im Tank kann erheblichen Schaden anrichten. Schon ein Liter ausgelaufenes Heizöl reicht aus, eine Million Liter Grundwasser zu verseuchen. Der Besitzer des Tanks trägt die Kosten fürs Ausbaggern, Abfahren und Entsorgen des ölverschmutzten Erdreichs als Sondermüll. Er muss Behandlungskosten und Schmerzensgeld zahlen, wenn Menschen durch verseuchtes Wasser erkranken. Und er zahlt für Schäden durch ausgelaufenes Öl am Nachbarhaus.

Mit einer Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung kann sich jeder Besitzer eines Öltanks vor Schadenersatzansprüchen schützen. Finanztest hat die Angebote untersucht und große Preisunterschiede festgestellt. 33 Euro im Jahr kostet dieser Schutz für einen oberirdischen Öltank mit einem Fassungsvermögen von 5 000 Litern beim günstigsten getesteten Anbieter DA Direkt. Die Barmenia verlangt fast das Vierfache: 125 Euro.

Der Beitrag hängt vor allem von der Größe des Tanks ab und davon, ob er über oder unter der Erde installiert ist. Unterirdische Tanks kommen teurer als oberirdische – zu denen auch Tanks in Hauskellern zählen. Denn ein Leck in einem Tank unter der Erde bleibt länger unentdeckt und kann größeren Schaden anrichten.

Auch die Höhe der Versicherungssumme bestimmt den Beitrag mit. Drei Millionen Euro pauschal für Sach- und Personenschäden sollte die Versicherungssumme mindestens betragen. Ein niedrigerer Schutz reicht im Katastrophenfall unter Umständen nicht aus. 

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