Gewährleistung Meldung

Viele Läden wehren Reklamationen vorschnell ab. Bei einer Stichprobe der Verbraucherzentralen wussten einige Händler nicht, dass die gesetzliche Gewährleistungsfrist zwei Jahre beträgt. Andere erklärten, der Kunde müsse sich an den Hersteller wenden, obwohl der Händler einstehen muss. Tipp: Bis sechs Monate nach dem Kauf ist der Kunde fein raus. Da gilt der Anscheinsbeweis, dass die Ware von vornherein fehlerhaft war. Erst danach muss der Kunde beweisen, dass er den Schaden nicht selbst verursacht hat, etwa durch falsche Bedienung. „Aber er muss nicht immer gleich ein teures Gutachten vorlegen, dass der Fehler schon beim Kauf da war“, erklärt Sabine Fischer von der Verbraucherzentrale Brandenburg. Oft spricht schon der Anschein für ihn. Beispiel: Ein Plastikzahnrad im Drucker bricht. Da das Teilchen so ein­gebaut ist, dass es für den Nutzer völlig unzugänglich bleibt, scheidet Fehlbedienung aus. Ursache kann nur eine Fehlkonstruktion sein – also gilt die zweijährige Gewährleistung.

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