Getränkeflaschen Einweg oder Mehrweg?

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Den Durchblick beim Getränkekauf zu behalten, ist schwieriger als angenommen. Was ist eine Einweg-, was eine Mehrwegflasche?

Einweg

Flaschen mit diesem Zeichen bestehen meist aus PET (Polyethylenterephthalat). Sie werden nach dem Einsammeln geschreddert. PET wird recycelt und ein Teil zur Herstellung neuer Flaschen verwendet.

Mehrweg

Flaschen mit diesem Logo werden mehrfach wiederbefüllt: PET-Flaschen etwa 15 Mal, Glasflaschen rund 50 Mal. Älteren Flaschen fehlt das Logo oft. Sie tragen den Hinweis „Mehrweg“ oder „Mehrwegflasche“.

Manche haben den Blauen Engel für Mehrweg.

PET-Cycle

Dieses Zeichen steht für einen Mix aus Ein- und Mehrweg. Während der Kasten wiederverwendet wird, werden die PET-Flaschen nach der Rückgabe geschreddert und recycelt.

Abgabe

Seit Mai 2006 ist das Pfandsystem einheitlich geregelt: Auf Einwegflaschen und Dosen werden 25 Cent erhoben, auf Mehrwegflaschen 8 bis 15 Cent. Händler müssen auch Getränkeverpackungen annehmen, die nicht bei ihnen gekauft wurden – vorausgesetzt jedoch, sie haben die jeweilige Verpackungsart im Sortiment. Ausnahme: Kleine Geschäfte mit weniger als 200 Quadratmetern Verkaufsfläche müssen Dosen und Einwegflaschen nur annehmen, wenn sie Verpackungen der gleichen Marke und aus dem gleichen Material verkaufen.

Pfandfrei

Getränkekartons, Standbodenbeutel und Schlauchbeutel gelten als ökologisch vorteilhafte Verpackungen und sind daher pfandfrei. Manche Getränke sind allerdings unabhängig von der Verpackung pfandfrei, zum Beispiel Frucht- und Gemüsesäfte, Milch- und Milcherzeugnisse, Diätgetränke, Wein und Spirituosen.

Ökobilanz

Wer Mehrweg kauft, ist laut Umweltbundesamt auf der ökologisch sicheren Seite. Aber auch Getränkekartons, Schlauchbeutel und Standbodenbeutel sind umweltfreundlich. Einwegflaschen aus Glas und PET haben dagegen die schlechtere Ökobilanz.

Tipp: Ökologisch am besten sind regional abgefüllte Getränke in Mehrwegflaschen.

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