Die Verbraucherzentrale Hamburg (VZ) hat gegen Flexstrom beim Landgericht Berlin Klage eingereicht. Der Stromversorger soll verurteilt werden, Kunden eine Berichtigung zu einer Preiserhöhung zu übersenden. Flexstrom hatte Kunden mit Jahresvertrag vor Ablauf der zwölf Monate einen Flyer geschickt, der wie Werbung aussah und dem nur bei genauem Hinsehen eine Preiserhöhung zu entnehmen war. Viele warfen den Flyer ungelesen in den Papierkorb und versäumten damit die Kündigungsfrist. Dies wertete Flexstrom als Zustimmung zu den neuen Preisen. Die VZ war der Auffassung, Kunden hätten der unterjährigen Preiserhöhung zustimmen müssen und mahnte Flexstrom ab. Daraufhin unterwarf sich Flexstrom gegenüber der VZ, diese Praxis zu unterlassen. Mit der Klage soll Flexstrom nun verpflichtet werden, Kunden mitzuteilen, dass die Preise nur mit ihrer Zustimmung geändert und bereits gezahlte Erhöhungsbeträge zurückgefordert werden können.

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