Gesund­heits­unter­suchung Check-Up Meldung

Nur noch alle drei Jahre: Gesetzlich Kranken­versicherte ab 35 Jahren haben seit April 2019 nur noch alle drei Jahre Anspruch auf eine regel­mäßige Gesund­heits­unter­suchung, oft auch Check-Up oder Check-Up 35 genannt. Doch es gibt Ausnahmen. Neu ist auch: Jugend­liche ab 18 Jahren können den Check-Up einmalig durch­führen lassen. test.de erklärt die neue Regelung.

Nur noch alle drei Jahre

Noch im vergangenen Jahr hatte der Gemein­same Bundes­ausschuss (G-BA), die entsprechende Richt­linie zur Gesund­heits­unter­suchung geändert. Der Gemein­same Bundes­ausschuss regelt allgemein, welche Leistungen konkret von den Krankenkassen über­nommen werden. Neu seit April: Gesetzlich Kranken­versicherte, die 35 Jahre oder älter sind, können auf Kassen­kosten jetzt nur noch alle drei Jahre eine Gesund­heits­unter­suchung in Anspruch nehmen. Bislang war das alle zwei Jahre möglich. Neu ist auch: Versicherte zwischen 18 und 35 Jahren können den Check-Up einmalig nutzen.

Tipp: Welche Krankenkassen welche Leistungen bieten und wo Sie als Versicherter sparen können, lesen im Vergleich Krankenkassen der Stiftung Warentest.

Über­gangs­regelung für viele Versicherte

Versicherte, die ihre letzte Gesund­heits­unter­suchung 2017 hatten, können einen weiteren Check-Up bis zum 30. September dieses Jahres bei ihrem Arzt durch­führen lassen. Haben Ärzte bereits entsprechende Termine vereinbart, müssen diese nicht um ein Jahr verschoben werden. Für alle, die ihre letzte Gesund­heits­unter­suchung vergangenes Jahr oder später hatten, gilt bereits der neue Drei-Jahres-Rhythmus. Das heißt: Wer 2018 einen Check-Up hatte, kann 2021 wieder einen Termin wahr­nehmen.

Das wird untersucht

Mit der Kontroll­unter­suchung sollen vor allem Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen, Zuckerkrankheit (Diabetes) und Nieren­erkrankungen früh­zeitig erkannt werden. Unter anderem wird der Blut­druck gemessen und Blut und Urin untersucht.

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