Gesundheitsreform Meldung

Die Reformpillen bedeuten hauptsächlich: Versicherte müssen mehr zahlen.

Das Wesentliche über die Planungen zur Gesundheitsreform: Die Beiträge steigen.

Pläne: Viel Neues bringt die Gesundheitsreform nicht. Wenn sie kommt wie geplant, werden die Beiträge ab 2007 um 0,5 Prozentpunkte erhöht. Der durchschnittliche Beitragssatz beträgt heute 14,2 Prozent, steigt dann auf 14,7 Prozent. 7,55 Prozent davon trägt der Arbeitnehmer, 6,65 Prozent der Arbeitgeber. Bei 3 000 Euro Brutto monatlich steigt der Arbeitnehmerbeitrag von 226,50 auf 234 Euro.

Fonds: Das Geld fließt weiter an die Krankenkasse, ab 2008 in den neuen Gesundheitsfonds. Der soll dann zusätzlich Steuermittel erhalten. Der Fonds zahlt allen Kassen denselben Betrag pro Versicherten. Außerdem sollen alle Kassen ab 2008 den gleichen Beitrag nehmen. Kassen, die mit dem Geld nicht auskommen, dürfen Zuschläge nehmen.

Leistungen: Was die Kassen zahlen, bleibt fast unverän­dert. Nur einige selbstverschuldete Behandlungen müssen Patienten künftig selbst zahlen, etwa Folgen von Piercing oder Schönheitsoperationen. Private Unfälle bleiben versichert. Empfohlene Impfungen sollen künftig versichert sein, ebenso Schmerzbehandlung bei Schwerstkranken.

Private Versicherungen: Auch die Trennung zwischen gesetzlichen Kassen und privater Krankenversicherung (PKV) bleibt. Ein Wechsel in die PKV ist künftig aber nur möglich, wenn der Verdienst des Versicherten drei Jahre lang über der Beitragsbemessungsgrenze lag. Von Wechslern darf die PKV keine Risikozuschläge mehr nehmen. Außerdem muss sie jeden aufnehmen und ihm mindestens einen Basistarif auf dem Niveau der Kassenleistungen bieten.

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