Gesundheitskosten Meldung

Verwandte können für Familienangehörige Krankenversicherungs-Policen übernehmen - und dabei Steuern sparen. Denn oft geben sie für ihren Versicherungsschutz weniger aus, als das Finanzamt anerkennt. Besonders lohnend ist dies für Rentner, Pensionäre und einige Beamte. Für viele andere Arbeitnehmer lohnt es sich dagegen kaum: Sie können meist nicht einmal die eigenen Beiträge für Kranken- und Rentenversicherung in voller Höhe absetzen. Allerdings gibts auch für sie Möglichkeiten, die Steuerlast durch Krankheitskosten zu drücken. FINANztest sagt, wie Sie mit Versicherungsbeiträgen und Arztrechnungen Steuern sparen können und was dabei zu beachten ist.

Größter Spielraum

Renter, Pensionäre und Selbstständige haben beim Finanzamt den größten Spielraum. Bis zu 5.736 /11.472 Euro (Alleinstehende/Ehepaare) lohnt für sie der Nachweis von Versicherungsbeiträgen in der Steuererklärung. Davon zieht das Finanzamt im Steuerbescheid 4.402/8.804 Euro voll und die restlichen 1.334/2.668 Euro zur Hälfte von den Einkünften ab.

Schwer für Arbeitnehmer

Für die meisten Arbeitnehmer sieht es dagegen anders aus: Verdienen Sie im Jahr mindestens 19.175/38.350 Euro brutto, haben sie ihr Limit bereits erreicht, wenn sie Vorsorgeaufwendungen in Höhe von 2.668/5.336 Euro geltend machen. Diese Summen werden dann schon durch die Pflichtbeiträge zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung erreicht. Für Beamte sieht es ein klein wenig besser aus: Da sie keine Sozialversicherung zahlen, erreichen sie in einigen Fällen mit ihren Vorsorgeaufwendungen nicht den Höchstbetrag. Dann können auch sie Steuern sparen, wenn sie für Verwandte Versicherungspolicen bezahlen.

Kosten absetzen

Doch das Finanzamt ist auch eine gute Adresse, wenn der Versicherungsschutz im Krankheitsfall nicht ausreicht. Denn Familien und Singles können Kosten für die Gesundheit als außergewöhnliche Belastungen absetzen. Allerdings gibts Grenzen. So bringen Arztkosten nur Steuerersparnisse, wenn sie hoch genug sind. Grund: Das Finanzamt zieht eine zumutbare Belastung ab, die jeder ohne Steuerersparnisse bestreiten muss.

Mit Minijobs sparen

Steuern spart auch, wer - etwa aufgrund einer Krankheit - eine Haushaltshilfe einstellt. Bedingung ist: Die Haushaltshilfe verdient in diesem Minijob maximal 400 Euro im Monat und Betroffene zahlen zusätzlich zum Lohn je 5 Prozent Rentenbeitrag und Krankenversicherung, sowie 2 Prozent Steuern. Vom Finanzamt können sie sich allerdings einen Teil dieser Ausgaben zurückholen: Bis zum Höchstbetrag von 512 Euro zieht die Behörde 10 Prozent der Ausgaben von der Steuerschuld ab.

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