Fragt ein Vermittler nicht nach, obwohl ein Kunde die Gesundheitsfragen im Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung offensichtlich unvollständig beantwortet, muss der Versicherer zahlen.

Ein Landschaftsgärtner wurde durch eine Arthritiserkrankung berufsunfähig. Sein Versicherer verweigerte die Leistung, weil der Mann sich bei Vertragsschluss bereits in ärztlicher Behandlung befand. Das stand aber nicht im Antrag. Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hätte der Vermittler den Kunden auf den Verband an seinem Fuß ansprechen müssen (Az. I-20 U 21/09). Dies sei ein deutlicher Hinweis auf eine Erkrankung gewesen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 533 Nutzer finden das hilfreich.