Gesund­heits­bezogene Werbung EU schützt Kunden vor voll­mundigen Slogans

Werbung mit Gesund­heits­effekten von Lebens­mitteln ist nur unter bestimmten Umständen erlaubt. Die Details regelt die Health-Claims-Verordnung der EU. Teils müssen aber auch Gerichte urteilen.

Trau­benzucker

Der Europäische Gerichts­hof entschied, dass der Anbieter Dextro Energy den Trau­benzucker in seinen Produkten nicht mit Aussagen wie „unterstützt die normale körperliche Betätigung“ anpreisen darf (Aktenzeichen C 296/16 P). Obwohl der Effekt wissenschaftlich belegt sei, wider­spreche Werbung für Zuckerreiches den gängigen Ernährungs­empfehlungen. Trau­benzucker ist ähnlich kalorienreich wie Kristall­zucker.

Kaffee­pads

Die Wett­bewerbs­zentrale bean­standete, dass ein Discounter Kaffee­pads als „besonders magenfreundlichen Kaffee­genuss“ vermarktete. Das suggeriere Vorteile gegen­über der Konkurrenz (Aktenzeichen HH 4 0079/17).

Mehr zum Thema

  • Olivenöl im Test Zwei High­lights für Fein­schmecker

    - Im Olivenöl-Test 2021: 27 Öle der Güteklasse nativ extra. Viele schneiden gut ab. Zwei schme­cken top, zwei sind mangelhaft: eins ist ranzig, eins schad­stoff­belastet.

  • Lebens­mittel­kenn­zeichnung Nutri-Score auf immer mehr Lebens­mitteln

    - Der Nutri-Score ist eine Kenn­zeichnung für Lebens­mittel. Sie soll helfen, ihren Nähr­wert einzuschätzen. Stiftung Warentest erklärt, was hinter dem Nutriscore steckt.

  • Privacy Shield EuGH kippt Daten­schutz­abkommen mit USA

    - Der Europäische Gerichts­hof (EuGH) hat das Daten­schutz­abkommen „Privacy Shield“ zwischen der Europäischen Union und der USA am 16. Juli 2020 gekippt. Die Vereinbarung,...