Gesund­heits-Apps

So haben wir getestet

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Gesund­heits-Apps

  • Testergebnisse für 6 Kalorien zählen - Apps 11/2013 Anzeigen
  • Testergebnisse für 6 Blutzucker-Tagebuch - Apps 11/2013 Anzeigen
  • Testergebnisse für 6 Rauchen aufgeben - Apps11/2013 Anzeigen
  • Testergebnisse für 6 Erinnerung an Medikamente - Apps 11/2013 Anzeigen

Im Test: Je 12 exemplarisch ausgewählte Gesund­heits-Apps für Smartphones aus den App-Stores von Google und Apple, insgesamt 24 Versionen in vier Gruppen. Die Apps sollten auf Deutsch sein und sich an medizi­nische Laien richten (Stand: Juli 2013). Die Prüfungen wurden auf dem Samsung Galaxy SIII mit Android 4.1.2 bzw. dem Apple iPhone 5 mit iOS 6.1.4 von zwei Experten durch­geführt und anhand strukturierter Erhebungs­bögen ausgewertet. Erhebungs­zeitraum: August 2013.

ABWERTUNGEN

War das Urteil Information zur App ausreichend, wurde das Gruppen­urteil Inhalt um eine halbe Note abge­wertet. Lautete das Urteil für den Daten­schutz sehr kritisch, wurde das test-Qualitäts­urteil um eine Note abge­wertet.

Inhalt: 60 %

Beim Funk­tions­umfang wurde thematisch unterschieden:

Bei Kalorien zählen prüften wir u. a. Möglich­keiten zur Erfassung der Energiezufuhr (z. B. Mahl­zeiten) sowie körperlicher Aktivität wie Sport.

Beim Blut­zucker-Tage­buch betrachteten wir unter anderem Erfassung von Mahl­zeiten und Therapie, Konfigurations­möglich­keiten (zum Beispiel Einheiten) und Ausgabe von Statistiken.

Bei Rauchen aufgeben erwarteten wir unter anderem Informationen zum gesundheitlichen Risiko bzw. zur Erholung des Körpers bei Rauch­verzicht sowie Motivations­hilfen wie gespartem Geld.

Bei Apps zur Erinnerung an Medikamente prüften wir u. a. die Möglich­keiten zur Erfassung der Medikamente (zum Beispiel Wirk­stoff, Dosis) oder Benach­richtigungs­optionen zum Einnahme­termin.

Unter Information zur App bewerteten wir unter anderem Angaben zum Autor, seiner Qualifikation, zu Quellen für Inhalte und Methoden, Angaben zur Aktualität sowie zu Nutzen und Risiken. Außerdem suchten wir nach Kontaktwegen zum Anbieter sowie Angaben zur Finanzierung oder möglichen Interes­sens­konflikten.

Benut­zung: 40 %

Wir betrachteten Erstein­richtung sowie laufenden Betrieb und prüften unter anderem Verständlich­keit von Texten und Navigation sowie tech­nische Fehler­freiheit und Hilfs­funk­tionen, außerdem Inhalt und Einbindung von Nutzungs­bedingungen sowie den Umfang der Nutzungs­voraus­setzungen (zum Beispiel Registrierung über ein Konto).

Daten­schutz: 0 %

Der Daten­verkehr der Apps wurde protokolliert und interpretiert. Falls erforderlich, wurden dafür SSL-Verbindungen entschlüsselt. Wenn wir fest­stellen konnten, dass sensible persönliche Daten – wie Gewicht oder Geburts­datum – unver­schlüsselt über­mittelt wurden, dann lautete das Urteil sehr kritisch. Dasselbe galt für eine unver­schlüsselte Anmeldung am Nutzer­konto. Identifizierten wir im Daten­strom für den Betrieb der App unnötige Daten, lautete das Urteil kritisch. Ansonsten lautete das Urteil unkritisch.

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5 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Sabinchen07 am 08.06.2015 um 13:03 Uhr
Kritisch

Finde es auch immer ärgerlich, wenn die kostenpflichtigen Apps keine Testversionen anbieten, die Katze im Sack zu kaufen geht auch mit online Bewertungen öfter schief. Und dass sich Laien zu sehr auf die Tipps dort verlassen ist auch sehr bedenklich.

Vertico90 am 19.12.2013 um 13:02 Uhr
Hilfreich

Also ich finde es sehr Hilfreich!

Profilbild Stiftung_Warentest am 30.10.2013 um 12:42 Uhr
Bewertung Datenschutz

@jgoetze: Im "So haben wir getestet" schreiben wir „Identifizierten wir im Datenstrom für den Betrieb der App unnötige Daten, lautete das Urteil kritisch.“. Entsprechend bewertete Apps senden also Daten über den Nutzer an den Anbieter oder an Dritte. Diese Daten bilden i. d. R. das Nutzungsverhalten ab, über das langfristig sehen Profile gebildet werden können, d. h. der Nutzer wird identifizierbar.
Bei den sehr kritischen Apps FatSecret und QuitNow Pro sind wir im Artikel detailliert auf die Probleme eingegangen, bspw. wegen einer unverschlüsselten Kommunikation. Wir hoffen unsere Bewertung hiermit besser verständlich gemacht zu haben. (BP)

jgoetze am 30.10.2013 um 11:21 Uhr
Ist der Test ernst gemeint?

Sinn und Unsinn solcher Apps muss jeder für sich selbst bewerten. Aber ein Test, der mir verrät, dass beispielsweise eine App aus Datenschutzsicht unter Android kritisch zu sehen ist, bei iOS aber nicht, ohne zu verraten wieso und was man dabei festgestellt hat, ist schon traurig. Was genau sind denn die Bedenken und was hat man da festgestellt? War die Kommunikation unverschlüsselt oder hat die App alle verfügbaren Daten aus dem Smartphone abgesaugt? Test-Transparenz wäre schon wünschenswert. So habe ich für Null Erkenntnisgewinn 2 Euro bezahlt... die meisten getesteten Apps sind wenigstens kostenlos.

DrKramer am 24.10.2013 um 13:08 Uhr
Gute oder schlechte App? Was heißt das?

Gute oder schlechte App? Was heißt das?
Ob man eine App als nützlich einschätzt, hängt i. d. R. davon ab, ob sie das leistet, was der Nutzer von ihr erwartet, das gilt auch für HealthApps. Und davon kann sich jeder - nach dem Download - relativ einfach selbst überzeugen. Bei kostenpflichtigen Gesundheits-Apps ist das allerdings ein Problem, man muss sich auf die Beschreibung verlassen! Aber selbst wenn eine App dann das tut, was sie soll, weiß man häufig immer noch nicht, ob die Gesundheitstipps und Angaben vertrauensvoll, aktuell und unabhängig sind. Initiative Präventionspartern, Dr. Ursula Kramer