Tanzen hilft. Gegen Pfunde wie auch gegen Einsamkeit.

Singen, musizieren, tanzen, malen, lesen – kreative Beschäftigungen können helfen, Krankheiten zu bewältigen. Das Regionalbüro der Welt­gesund­heits­behörde WHO in Kopenhagen stellte nach der Auswertung von 900 Studien fest, dass Kunst besonders bei psychischen Erkrankungen, Diabetes und Adipositas heil­sam wirken kann. Sie verbessert das Selbst­gefühl, die Motivation oder Therapietreue und reduziert, etwa bei HIV-Patienten, zugleich die Viruslast. Laut WHO ist Kunst­therapie auch sinn­voll, um die Behand­lung von krebs­kranken und sterbenden Menschen zu unterstützen.

Kunst kann nicht nur therapieren, sondern auch vorsorgen. Selbst passiver Kunst­genuss stärkt die körperliche und seelische Gesundheit. Kinder etwa, deren Eltern ihnen vorlesen, schlafen länger und konzentrieren sich besser in der Schule. Tanzen kann das Abnehmen unterstützen und bei Menschen mit Demenz die Einsamkeit verringern. Musik zu hören, kann Dementen helfen, sich an Ereig­nisse ihres Lebens zu erinnern, erklären die Autoren. Ihr Bericht ist die bisher umfassendste Unter­suchung, die jemals den Zusammen­hang zwischen Gesundheit und Kunst dargestellt hat.

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