Kniegesund laufen: Der richtige Schuh

Was Orthopäden raten. Der Orthopäden-Tipp für Alltagsschuhe heißt „Weiche Sohlen, niedrige Absätze“:

  • Hohe Absätze verstärken den Druck auf die Kniescheibe – das Knie ist über längere Zeit leicht gebeugt.
  • Harte Sohlen erhöhen den Belastungsdruck auf das Kniegelenk.
  • Weiche Sohlen dämpfen den Auftritt der Ferse auf den Boden und damit Stoßbelastungen des Knies, so Biomechaniker Professor Ewald Hennig, Universität Duisburg-Essen.
  • Auch Einlagen können bei Fehlstellungen helfen – bei X- und O-Beinen.

Was Jogger betrifft. Beim Joggen tritt eine Pronation des Fußes auf, die Ferse knickt nach innen ein. Das ist im Prinzip ein Dämpfungsmechanismus des Fußes, um den Aufprall abzufedern. Einige Läufer haben aber zu viel davon. Der Fuß- und Gelenkapparat wird stärker als normal belastet. „Wenn der Fuß beim Joggen übermäßig nach innen knickt, erfolgt eine vermehrte Innenrotation des Unterschenkels. Dadurch wird der Muskelzug über die Kniescheibe im Gelenk unsymme­trisch und nach außen verlagert. Das belastet die Sehnen und das Kniegelenk und ist damit Ursache sehr vieler Läuferbeschwerden“, so Professor Ewald Hennig, Universität Duisburg-Essen. Zum Schutz vor Überpronation eignen sich „Stabilitätsschuhe“ mit stabilisierenden Elementen an der Schuhinnenseite. Zusätzlich können Einlagen verwendet werden (siehe auch Test Laufschuhe).

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