Vor 30 Jahren gestohlen: „Frau im Sessel“ von Hans Purr­mann.

Das Eigentum an gestohlenen oder anders verschwundenen Kunst­werken geht verloren, wenn ein neuer Besitzer es gutgläubig bekommt und zehn Jahre behält. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden (Az. V ZR 255/17). Juristen nennen das „Ersit­zung“.

Aber: Der aktuelle Besitzer muss beweisen, dass er bei Erwerb arglos war und keinen Anlass zu Zweifeln hatte. Das Ober­landes­gericht Nürn­berg muss den Fall jetzt neu prüfen.

Es geht um zwei Bilder des 1966 verstorbenen Malers Hans Purr­mann. Sie waren dessen Erben 1986 gestohlen worden. Der aktuelle Besitzer behauptet, sein Stief­vater habe sie ihm vor 30 Jahren geschenkt. Die Purr­mann-Erben forderten die Rück­gabe, nachdem der Besitzer sie einem Auktions­haus angeboten hatte.

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