„Mithilfe der Mizellen-Technologie können Schmutz­partikel ideal entfernt, umschlossen und abtrans­portiert werden“, Gesichts­wässer mit Mizellen seien „besonders schonend“, lauten die Versprechen. Die meisten Kosmetik­hersteller bieten die Produkte an. Mithilfe eines Wattepads sollen sie das Gesicht von Make-up und Schmutz befreien. Neu sind Mizellen für die Kosmetik­anbieter nicht, aber werbe­wirk­sam. Was aber sind Mizellen? Es handelt sich um winzige Bläschen, nur wenige Nano­meter klein – ein Nano­meter ist ein Millionstel Milli­meter. Sie haben einen reinigenden, öllöslichen Kern. Die Kenn­zeichnung „Nano“ müssen Kosmetika mit Mizellen laut Kosmetik­ver­ordnung aber nicht tragen: Die Bläschen bestehen nicht aus stabilen Partikeln in Nanogröße, sondern lösen sich bei der Anwendung auf. Haut­ärzte halten sie für unbe­denk­lich. Klassische Gesichts­reinigungs­produkte bewirken das Gleiche. Mizellenwässer sind mitunter unwesentlich teurer.

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