So wird das Krankengeld berechnet: Was vom Netto übrig bleibt

Wie hoch das Krankengeld ist, hängt vom laufenden Monats­gehalt ab, beitrags­pflichtige Einmalzah­lungen wie das Weihnachts- oder Urlaubs­geld zählen mit. Gerechnet wird immer mit 30 Tagen pro Monat.

Die nied­rigste Grenze gilt

Für das Krankengeld gibt es vier Ober­grenzen. Es gilt immer die nied­rigste Grenze:

Ober­grenze 1: 70 Prozent des (Brutto-) Regel­entgelts einschließ­lich Einmalzah­lungen.

Ober­grenze 2: 90 Prozent des Netto­arbeits­entgelts einschließ­lich Einmalzah­lungen.

Ober­grenze 3: 70 Prozent der Beitrags­bemessungs­grenze.

Ober­grenze 4: 100 Prozent des laufende Netto­gehalts ohne den Anteil für Einmalzah­lungen.

So hoch ist das Krankengeld

Abzug für Sozial­versicherung

Von diesem Krankengeld werden noch die Arbeitnehmer­anteile des Renten-, Arbeits­losen- und Pflege­versicherungs­beitrags abge­zogen. Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse brauchen Versicherte nicht zu zahlen, während sie Krankengeld erhalten.

In unserem Beispielfall hat der Arbeitnehmer monatlich 255,50 Euro weniger zur Verfügung, als er normaler­weise netto verdient.

Bei jemandem, der keine Einmalzah­lungen erhält, läge das monatliche Krankengeld noch erheblich nied­riger. Nach Abzug der Sozial­versicherungs­beiträge blieben ihm noch 1651 Euro im Monat, das sind 439 Euro weniger als das gewohnte Netto­gehalt.

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