630-Mark-Jobs

Viele geringfügig Beschäftigte sind inzwischen rentenversichert.

Wer weniger als 630 Mark pro Monat verdient und weniger als 15 Stunden pro Woche arbeitet, hat in der Rentenversicherung die Wahl: Entweder er bleibt versicherungsfrei und zahlt keine eigenen Beiträge. Die Rentenbeiträge seines Arbeitgebers wirken sich dann nur minimal auf seine spätere Rente aus und auch nur, wenn bereits ein Anspruch etwa aus Kindererziehungszeiten besteht.

Oder der Arbeitnehmer verzichtet auf seine Versicherungsfreiheit. Dann muss er von seinem Lohn Beiträge zur Rentenversicherung in üblicher Höhe (derzeit 19,3 Prozent) abführen. Da der Arbeitgeber 12 Prozent übernimmt, zahlt der Versicherte aber nur die Differenz und begründet trotzdem einen eigenen Rentenanspruch.

Die Beiträge des Arbeitnehmers sind damit niedriger, als wenn er sich freiwillig versichern würde. Außerdem sind sie "echte" Pflichtbeiträge, die einen höheren Stellenwert als freiwillige haben. Sie sind zum Beispiel Voraussetzung für eine Berufsunfähigkeitsrente.

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