Wie viel Rente gibt es?

Maßgeblich für die spätere Rentenhöhe ist vor allem das Einkommen eines Angestellten.

Peter Müller ist ein Musterversicherter, denn der 1954 geborene Jurist aus Hannover verdient seit 20 Jahren als Angestellter so gut, dass er mit seinem Einkommen immer die aktuelle Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung (2000: monatlich 8.600 Mark in den alten Bundesländern) erreicht.

Für seine Ausbildung (1972 Abitur, 1974 bis 1980 Studium) werden Müller drei Jahre ohne Beiträge angerechnet, außerdem die Zeit seines Wehrdienstes (1972 bis 1974) mit 80 Prozent der Rentenbeiträge, die ein Durchschnittsverdiener hätte zahlen müssen (inzwischen gibt es im Wehrdienst nur noch 60 Prozent).

So hat der 46-jährige Müller bisher einen Rentenanspruch in Höhe von rund 1.900 Mark erworben. Arbeitet er weitere 19 Jahre, bis er 65 Jahre alt ist, und verdient weiterhin so gut wie bisher, würde sich sein Rentenanspruch nach heutigem Maßstab auf 3.551 Mark erhöhen. Wegen der Inflation wäre seine gesetzliche Rente nominal natürlich viel höher.

Würde Peter Müller allerdings so krank, dass er nicht mehr arbeiten kann oder verlöre er seinen Job und würde länger arbeitslos, fiele sein Rentenanspruch geringer aus.

Die Rente eines Versicherten, der kurz vor der Rente steht, lässt sich dagegen genau ausrechnen: Hubert Köhler, geboren 1935, ist Abteilungsleiter einer Krankenkasse. Er hat sich in 39 Jahren Berufstätigkeit vom Büroboten über eine Stellung als Sachbearbeiter, dann als Gruppenleiter bis zum Abteilungsleiter hochgearbeitet.

Anfangs verdiente er sehr wenig, bekam aber in den letzten 15 Berufsjahren erheblich mehr Geld. Ab 1994 verdiente er mehr als die Beitragsbemessungsgrenze. Insgesamt erreicht er dennoch nur eine gesetzliche Rente von 2.720 Mark, wenn er zum 1. Juli 2000 in den Ruhestand geht.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1072 Nutzer finden das hilfreich.