Kein Arbeits­unfall war eine Verletzung beim Turnier mit Kollegen: Es ging mehr um den Wett­kampf als um den Betrieb.

Häufig müssen Gerichte entscheiden, was als Arbeits­unfall zählt. Kommt etwa ein Arbeitnehmer auf einer Betriebs­feier auf dem Weg zur Toilette zu Schaden, liegt ein Arbeits­unfall vor und die gesetzliche Unfall­versicherung muss die Kosten über­nehmen. Das entschied das Sozialge­richt Dort­mund. In dem Fall war die Klägerin im Laufe eines Grill­abends umge­knickt und hatte sich das Sprunggelenk gebrochen (Az. S 18 U 211/15). Voraus­setzung für einen Arbeits­unfall: Die Veranstaltung wird vom Chef ausgerichtet, richtet sich an alle Betriebs­angehörigen und dient der Zusammen­gehörig­keit.

Kein Arbeits­unfall war eine Knie­verletzung, die sich eine Frau bei einem Volleyball­turnier zugezogen hatte. Begründung des Sozial­gerichts Wiesbaden: Der Wett­kampf stand im Vordergrund und am Turnier konnten nur wenige Mitarbeiter mitmachen, aber auch Betriebs­fremde (Az. S 32 U 34/14).

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