Arbeits­unfall oder nicht? Bevor sich ein Arbeitnehmer morgens mit seinem Auto auf den Weg zur Arbeit machte, verließ er kurz sein Grund­stück und prüfte zu Fuß die Straßenverhält­nisse. Am Abend zuvor hatte der Deutsche Wetter­dienst über­frierende Nässe oder leichten Schnee­fall angekündigt. Auf dem Rückweg zum Auto stürzte er und brach sich den Arm. Die gesetzliche Unfall­versicherung verweigerte die Leistung, da kein Arbeits­unfall vorliege. Das Bundes­sozialge­richt bestätigte diese Auffassung. Begründung: Der unmittel­bare und damit versicherte Weg zur Arbeit war unterbrochen. Eine Pflicht zur Prüfung der Straßenverhält­nisse sei weder gesetzlich geboten noch für den Fahrt­antritt unver­zicht­bar gewesen. Vorbereitungs­hand­lungen, die der Kläger als sinn­voll oder erforderlich ansieht, sind nicht versichert (Az. B 2 U 3/16 R).

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