Arbeitnehmer stehen auch in der Probezeit zu Beginn einer neuen Anstellung unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Verunglücken sie bei der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg, kommt die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse für ihre Krankenbehandlung, die Reha und falls nötig für eine Verletztenrente auf. Darauf weist die Berufsgenossenschaft VBG hin.

Anders ist es, wenn Bewerber vor dem Abschluss eines Arbeitsvertrags zur Probe in einem Betrieb mitarbeiten. Sie sind nur dann versichert, wenn die Arbeitsagentur sie im Rahmen einer „Trainingsmaßnahme zur Erprobung“ in den Betrieb entsandt hat.

Arbeitet jemand auf eigene Faust zur Probe, schützt ihn die Unfallversicherung nicht. Arbeitslose, die das tun, können außerdem ihren Anspruch auf Leistun­gen der Arbeitsagentur verlieren, selbst wenn sie nur für zwei Tage unentgeltlich gearbeitet haben.

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