Gesetzliche Unfall­versicherung Meldung

Schüler­party: Wenn Lehrer nicht aufpassen, greift der Unfall­schutz.

Auf einer Schulparty gibt es auch dann Schutz von der gesetzlichen Unfall­versicherung, wenn die Party nicht nur für die Schüler der Schule, sondern auch für eine breitere Öffent­lich­keit veranstaltet wird. Die Unfall­kasse muss die Behand­lungs­kosten und eine Verletztenrente für eine Schülerin über­nehmen, die sich auf einer Party schwer verletzt hat, entschied das Landes­sozialge­richt Rhein­land-Pfalz (Az. L 3 U 62/13).

Die 15-Jährige war nach draußen gegangen, hatte sich auf eine Mauer vor der Schule gesetzt und sich dort mit Mitschülern unterhalten. Bei einem Sturz von der Mauer erlitt sie eine schwere Verletzung an der Wirbelsäule. Die gesetzliche Unfall­versicherung wollte dies nicht als Schul­unfall anerkennen. Das Gericht sah dies jedoch anders: Die Schule habe die Verantwortung für die Organisation der Party über­nommen. Fünf Lehrer führten Aufsicht, hatten die Schülerin aber nicht auf die Gefahr eines Sturzes hingewiesen. Gerade gegen das Risiko einer unzu­reichenden Beaufsichtigung durch die Schule seien die Schüler gesetzlich versichert, so das Gericht.

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