Durch seinen riskanten Fahrstil gefährdete ein Arbeitnehmer beinahe seinen gesetzlichen Unfallschutz auf dem Weg zur Arbeit. Bei einem Überholmanöver schaffte er es nicht mehr rechtzeitig, auf seine Spur zu kommen und stieß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Der Arbeitnehmer wurde dabei schwer verletzt. Das Hessische Landessozialgericht wollte den Unfall nicht als Arbeitsunfall anerkennen, weil der Fahrer wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs strafgerichtlich verurteilt wurde.

Die obersten Richter vom Bundessozialgericht gestanden dennoch dem Autofahrer den gesetzlichen Unfallschutz zu. Trotz verkehrswidriger und rücksichtsloser Fahrweise bestand immer noch ein Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit, weil auch das Überholen der Fortbewegung zum Arbeitsort diente (Az. B 2 U 11/01 R). Deshalb muss die Berufsgenossenschaft entschädigen.

Tipp: Auskünfte zum Unfallschutz erteilen die Berufsgenossenschaften unter 0 180 5/18 80 88 (12 Cent pro Minute) oder unter: www.hvbg.de

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