Wer auf dem Weg zur Arbeit andere durch rücksichtsloses Fahren gefährdet und dabei selbst verletzt wird, hat keinen Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Berufsgenossenschaft müsse nur die Heilbehandlung zahlen, nicht aber eine Rente, entschied das Bundessozialgericht (Az. B 2 U 1/07 R). Damit wies es die Klage eines 49-jährigen Mannes ab, der auf dem Arbeitsweg mit seinem Pkw morgens im Dunkeln in einer unübersichtlichen Kurve eine Fahrzeugkolonne überholt hatte und mit einem anderen Auto zusammengestoßen war. Er selbst wurde dabei so schwer verletzt, dass er seitdem teilweise erwerbsgemindert ist. Deshalb wollte er von der Berufsgenossenschaft eine monatliche Rente. Dies lehnten die Richter ab. Der Kläger habe den Straßenverkehr vorsätzlich gefährdet und somit eine Straftat begangen. Die Berufsgenossenschaft dürfe deshalb die Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung ganz oder teilweise verweigern.

Dieser Artikel ist hilfreich. 62 Nutzer finden das hilfreich.