Gesetzliche Unfall­versicherung Meldung

Die gesetzliche Unfall­versicherung schützt Jäger und Jagd­helfer.

Helfen Verwandte einander und es passiert ein Unfall, springt in der Regel nicht die gesetzliche Unfall­versicherung ein. Anders bei der Jagd: Jagd­rechts­inhaber und -genossen stehen grund­sätzlich unter dem Schutz der gesetzlichen Unfall­versicherung. Verunglückt ein freiwil­liger Jagd­helfer bei der Nach­suche nach einem Tier, muss die Versicherung zahlen, urteilte das Hessische Landes­sozialge­richt (Az. L 9 U 144/16). Nach­suche gelte aufgrund der Gefähr­lich­keit und Dauer nicht als selbst­verständliche Hilfe unter Verwandten.

Der Fall

Ein Jagd­aufseher hatte seinen Bruder gebeten, ein angeschossenes Reh mithilfe seines Jagd­hundes zu suchen. Der Mann stürzte eine Böschung hinab, brach sich das Genick und verstarb. Seine Witwe forderte von der Berufs­genossenschaft Hinterbliebenenrente. Ihr Mann sei arbeitnehmer­ähnlich tätig geworden, auch ohne Vergütung. Der gesetzliche Unfall­versicherer hatte den Anspruch mit der Begründung zurück­gewiesen, dass kein Schutz bestand, weil der Mann als Verwandter geholfen habe.

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