Gesetzliche Unfall­versicherung Gebissener Hundesitter bekommt kein Geld

16.10.2012

Passt jemand aus Gefäl­ligkeit auf den Hund seines Nach­barn auf und wird von dem Tier schwer verletzt, ist das kein Arbeits­unfall. Der Mann kann keine Leistungen der gesetzlichen Unfall­versicherung bean­spruchen. Das hat das Landes­sozialge­richt Baden-Württem­berg entschieden (Az. L 8 U 4142/10).

Geklagt hatte ein Mann aus Schwäbisch Hall, der häufig auf den Rott­weiler seines Nach­barn aufpasste. Als der Hunde­besitzer ins Kranken­haus musste, versorgte sein Nach­bar den Hund erneut. Diesmal griff das Tier ihn an.

Der Mann wollte Geld von der Berufs­genossenschaft als Trägerin der gesetzlichen Unfall­versicherung. Doch das Gericht verneinte den Anspruch: Zwischen dem Hundehalter und dem Nach­barn bestünde kein Arbeits­verhältnis oder arbeitnehmer­ähnliches Verhalten. Das Aufpassen auf den Hund sei nur eine Hilfe­leistung.

Tipp: Für Hunde­besitzer ist eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung sinn­voll. Sie kommt für Schäden auf, die der eigene Vier­beiner anrichtet.

16.10.2012
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