Nach einem Arbeitsunfall muss die Berufsgenossenschaft dem Verunglückten die bestmögliche Versorgung bezahlen. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung genügt eine lediglich ausreichende Versorgung nicht, unterstrich das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz (Az. L 3 U 273/04).

In dem Fall ging es um eine Frau, der in jungen Jahren 1943 nach einem Arbeitsunfall der Oberschenkel amputiert worden war. Im Laufe der Jahre mussten die Prothesen immer wieder ausgewechselt werden.

Im Jahr 2000 hatte sie ein mikroprozessorgesteuertes Kniegelenk bekommen. Als die Frau zwei Jahre später einen besseren dynamischen Kunstfuß verlangte, lehnte die Berufsgenossenschaft ab. Die Frau habe keinen Anspruch auf die neuesten und teuersten Hilfsmittel, die bisherige Prothese reiche. Dem widersprach das Landessozialgericht.

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