Gesetzliche Unfallversicherung Meldung

Macht der Fahrer einer Fahrgemeinschaft auf dem Nachhauseweg von der Arbeit einen Umweg, um billiger tanken zu können, muss die gesetzliche Unfallversicherung nicht zahlen, wenn es zu einem Unfall kommt.

Mit diesem Urteil hat das Landessozialgericht Saarbrücken die Klage eines Mannes auf Entschädigung abgelehnt (Az. L 2 U 130/04). Der Kläger und seine Freundin arbeiteten beim selben Arbeitgeber. Einmal pro Woche fuhren sie nach der Arbeit nicht direkt nach Hause, sondern machten einen Umweg zu einer preisgünstigen Tankstelle. Dabei kam es zu einem Unfall, bei dem der Kläger als ­Beifahrer schwer verletzt wurde.

Die gesetzliche Unfallversicherung müsse in diesem Fall nicht zahlen, weil der Unfall nicht auf dem direkten Nachhauseweg passiert ist, entschied das Gericht. Der Umweg sei zurückgelegt worden, um Geld zu sparen, also aus „persönlichen eigenwirtschaftlichen Gründen“, auch denen des Mitfahrers. Einen Zusammenhang mit der Arbeit gebe es nicht.

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