Gesetzliche Renten­versicherung im Test

So haben wir getestet

17.09.2019
Inhalt

Im Test

Wir untersuchten die Alters­vorsorgeberatung der Deutschen Renten­versicherung (DRV). 80 von uns geschulte Test­personen nahmen Beratungen zur Alters­vorsorge in Auskunft- und Beratungs­stellen (AB-Stellen) der DRV von Januar bis Juli 2019 im gesamten Bundes­gebiet in Anspruch.

Unter­suchung

Unsere Tester buchten jeweils einen Beratungs­termin in einer von uns vorgegebenen AB-Stelle. Zum Beratungs­termin nahmen sie ihre aktuellen Renten­informationen zur gesetzlichen Rente und zu ihrer zusätzlichen Alters­versorgung mit. Sie fragten, wie hoch ihre Rente im Alter sein wird und was sie tun können, um diese zu erhöhen. Sie protokollierten jeweils unmittel­bar nach der Termin­ver­einbarung und nach dem Beratungs­gespräch ihre Beob­achtungen in einem stan­dardisierten Protokoll­bogen.

Erkunden Renten­ansprüche (30 %)

Wir prüften in Bezug auf die gesetzliche Rente, ob der Berater nach der Renten­information oder Renten­auskunft und nach den bestehenden Anwart­schaften aus der gesetzlichen Rente fragte. Im Hinblick auf die zusätzliche Alters­vorsorge prüften wir, ob der Berater nach weiteren Anwart­schaften fragte (Riester- und Rürup-Vertrag, betriebliche Alters­versorgung und Zusatz­versorgung, private Renten- und Lebens­versicherung).

Information und Auskünfte (30 %)

Wir prüften, ob der Berater den Versicherungs­verlauf der gesetzlichen Rente besprach, auf Fehl­zeiten und wie diese geklärt werden könnten, einging, die einzelnen Alters­renten vorstellte und die Höhe der Renten nannte. Zudem prüften wir, ob er Auskünfte zu Riester- und Rürup-Rente, betrieblicher Alters­versorgung, Zusatz­versorgung, privaten Renten- und Lebens­versicherungen gab.

Lösen des Beratungs­anliegens (25 %)

Wir prüften, ob der Berater die Höhe der Alters­einkünfte anhand der einzelnen Renten unter Berück­sichtigung von Sozial­abgaben und Steuern ermittelte. Wir kontrollierten, ob er dabei einen Erfassungs­bogen – etwa den stan­dardisierten Erfassungs­bogen der DRV – einsetzte und allgemeine Auskünfte über einen idealen Aufbau der Alters­vorsorge gab. Wir prüften zudem, ob er auf Rentenlü­cken einging, Vorschläge zum Ausbau der persönlichen Alters­vorsorge machte und informierte, welche Maßnahmen der Tester vorrangig ergreifen sollte.

Gesprächs­verlauf (15 %)

Wir prüften bei Termin­ver­einbarung, ob unter anderem eine Termin­buchung über den ausgewählten Kontaktweg (online, telefo­nisch) inner­halb von acht Wochen möglich war und ob die Tester eine Buchungs­bestätigung mit Angaben über Ort, Zeit, Anliegen der Beratung und mitzubringende Unterlagen erhielten. Wir prüften bei Gesprächs­beginn, ob das Gespräch pünkt­lich begann, ob der Berater sich vorstellte, allgemeine Angaben zur Beratung machte und ob er nach dem Anliegen der Beratung fragte. Wir prüften bei Gesprächs­abschluss, ob unter anderem sämtliche Beratungs­unterlagen und Kontakt­daten ausgehändigt wurden.

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