Gesetzliche Renten­versicherung im Test

Check­liste: Was Sie in Ihrer Stand­mitteilung finden

17.09.2019
Inhalt

Das muss laut Gesetz in einer Stand­mitteilung stehen:

  • Ablauf­leistung. Die Höhe der bei Vertrags­schluss garan­tierten Rente oder der Kapital­leistung zuzüglich der Über­schuss­beteiligung, wenn Sie als Kunde Ihre Beiträge wie bisher bis zum Ablauf des Vertrags oder bis zum Renten­beginn zahlen – etwa bei einer privaten Renten- oder Lebens­versicherung.
  • Leistung bei Tod. Die bei Vertrags­schluss vereinbarte Leistung für die Hinterbliebenen nach Ihrem Tod zuzüglich der – zu dem in der Stand­mitteilung genannten Termin – bereits verbindlich gutgeschriebenen Über­schüsse. Wer die Hinterbliebenen­leistung bekommen soll, können Sie bei Vertrags­schluss entscheiden und im Vertrags­verlauf noch ändern.
  • Leistung bei Beitrags­frei­stellung. Die Kapital­leistung oder Rente inklusive der schon erreichten Über­schuss­beteiligung, die Sie am Ende der Lauf­zeit bekommen, wenn Sie keine Beiträge mehr zahlen.
  • Rück­kaufs­wert. Die Summe, die Ihnen ausgezahlt wird, falls Sie Ihren Vertrag nicht bis zum Ende der Lauf­zeit weiterführen möchten, sondern ihn jetzt kündigen.
  • Beitrags­summe. Bei Verträgen, die ab dem 1. Juli 2018 geschlossen wurden, muss die Summe aller bisher gezahlten Beiträge angegeben werden. Bei vorher abge­schlossenen Verträgen muss der Versicherer dies mitteilen, wenn Sie schriftlich danach fragen.

Das sollte aus unserer Sicht zudem in einer Stand­mitteilung stehen:

  • Abschluss- und Vertriebs­kosten. Der Versicherer sollte angeben, wie viel er im vergangenen Jahr für die Provision an seine Vertriebs­leute abge­zogen hat.
  • Verwaltungs­kosten. Der Versicherer sollte angeben, wie viel Geld er von Ihnen im vergangenen Jahr für die Verwaltung Ihres Vertrags kassiert hat.
  • Schluss­über­schuss. Der Schluss­über­schuss wird gezahlt, wenn Sie Ihren Vertrag bis zum Ende durch­halten. Er ist allerdings nicht garan­tiert. Deshalb können Sie mit diesem Geld nicht fest rechnen. Dies sollte in der Stand­mitteilung deutlich werden.
  • Bewertungs­reserven. Bei Vertrags­ablauf haben Sie Anspruch auf eine Beteiligung an den Bewertungs­reserven. Sie entstehen, wenn die mit Ihren Beiträgen einst erworbenen Anlagen wert­voller sind als bei ihrer Anschaffung. Sie sind jedoch ebenfalls nicht garan­tiert.
  • Beispiel­rechnung. Die Beispiel­rechnungen bei Vertrags­schluss für die Über­schuss­beteiligung können sich im Vertrags­verlauf als unrealistisch heraus­stellen. Deshalb sollten in der Stand­mitteilung aktuelle Hoch­rechnungen zur Ablauf­leistung stehen – und zwar für den Fall, dass die Über­schuss­beteiligung künftig um 1 Prozent­punkt nied­riger ausfällt, dass sie unver­ändert bleibt oder dass sie um 1 Prozent­punkt höher ausfällt.
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