Gesetzliche Renten­versicherung im Test

Check­liste: Was Sie in Ihrer Stand­mitteilung finden

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Inhalt

Das muss laut Gesetz in einer Stand­mitteilung stehen:

  • Ablauf­leistung. Die Höhe der bei Vertrags­schluss garan­tierten Rente oder der Kapital­leistung zuzüglich der Über­schuss­beteiligung, wenn Sie als Kunde Ihre Beiträge wie bisher bis zum Ablauf des Vertrags oder bis zum Renten­beginn zahlen – etwa bei einer privaten Renten- oder Lebens­versicherung.
  • Leistung bei Tod. Die bei Vertrags­schluss vereinbarte Leistung für die Hinterbliebenen nach Ihrem Tod zuzüglich der – zu dem in der Stand­mitteilung genannten Termin – bereits verbindlich gutgeschriebenen Über­schüsse. Wer die Hinterbliebenen­leistung bekommen soll, können Sie bei Vertrags­schluss entscheiden und im Vertrags­verlauf noch ändern.
  • Leistung bei Beitrags­frei­stellung. Die Kapital­leistung oder Rente inklusive der schon erreichten Über­schuss­beteiligung, die Sie am Ende der Lauf­zeit bekommen, wenn Sie keine Beiträge mehr zahlen.
  • Rück­kaufs­wert. Die Summe, die Ihnen ausgezahlt wird, falls Sie Ihren Vertrag nicht bis zum Ende der Lauf­zeit weiterführen möchten, sondern ihn jetzt kündigen.
  • Beitrags­summe. Bei Verträgen, die ab dem 1. Juli 2018 geschlossen wurden, muss die Summe aller bisher gezahlten Beiträge angegeben werden. Bei vorher abge­schlossenen Verträgen muss der Versicherer dies mitteilen, wenn Sie schriftlich danach fragen.

Das sollte aus unserer Sicht zudem in einer Stand­mitteilung stehen:

  • Abschluss- und Vertriebs­kosten. Der Versicherer sollte angeben, wie viel er im vergangenen Jahr für die Provision an seine Vertriebs­leute abge­zogen hat.
  • Verwaltungs­kosten. Der Versicherer sollte angeben, wie viel Geld er von Ihnen im vergangenen Jahr für die Verwaltung Ihres Vertrags kassiert hat.
  • Schluss­über­schuss. Der Schluss­über­schuss wird gezahlt, wenn Sie Ihren Vertrag bis zum Ende durch­halten. Er ist allerdings nicht garan­tiert. Deshalb können Sie mit diesem Geld nicht fest rechnen. Dies sollte in der Stand­mitteilung deutlich werden.
  • Bewertungs­reserven. Bei Vertrags­ablauf haben Sie Anspruch auf eine Beteiligung an den Bewertungs­reserven. Sie entstehen, wenn die mit Ihren Beiträgen einst erworbenen Anlagen wert­voller sind als bei ihrer Anschaffung. Sie sind jedoch ebenfalls nicht garan­tiert.
  • Beispiel­rechnung. Die Beispiel­rechnungen bei Vertrags­schluss für die Über­schuss­beteiligung können sich im Vertrags­verlauf als unrealistisch heraus­stellen. Deshalb sollten in der Stand­mitteilung aktuelle Hoch­rechnungen zur Ablauf­leistung stehen – und zwar für den Fall, dass die Über­schuss­beteiligung künftig um 1 Prozent­punkt nied­riger ausfällt, dass sie unver­ändert bleibt oder dass sie um 1 Prozent­punkt höher ausfällt.
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rs2507 am 31.08.2020 um 11:35 Uhr
Habe mit der Beratung und Antragstellung

bei der DRV in Berlin Wilmersdorf gute Erfahrungen gemacht. Mein Versicherungskonto war bereits seit Jahren geklärt, die Antragstellung verlief dementsprechend schnell und unproblematisch. Aus meiner Sicht kein ernsthafter Grund zur Beschwerde. Das Terminmanagement könnte besser sein, trotz vorab vereinbarten Termins sollte man sich auf Wartezeit einstellen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 28.07.2020 um 10:45 Uhr
Erfassungsbogen

@ronaldo59: Bitte klicken Sie auf "Heftartikel als PDF" und laden Sie sich die PDF zu diesem Artikel aus Finanztest 10/2019 herunter. Den Erfassungsbogen finden Sie in der PDF zum Artikel ganz am Ende. (TK)

ronaldo59 am 27.07.2020 um 14:56 Uhr
wo find ich den Erfassungsbogen zur Rente?

wo finde ich den Erfassungsbogen zum Rentenantrag?

Hoerens am 20.03.2020 um 07:34 Uhr
Gut vorbereitet - gut beraten

Meine Termin zur Rentenberatung bei der DRV in Mainz war sehr gut. Ich hatte mich gut vorbereitet. Ich hatte die Kontenklärung schon vor Jahren abgeschlossen und meine Unterlagen dabei. Der Berater hat alle meine Fragen beantwortet und auf weitere wichtige Punkte hingewiesen und erläutert.

pkrauthan am 18.01.2020 um 21:50 Uhr
Beratung ungenügend

Leider kann ich das Testergebnis nur bestätigen. Unser Termin bestand vor allem aus dem Vorlesen der Rentenauskunft durch den “Berater“. Fragen zur privaten Altersvorsorge (z.B. wie der Auszahlungsbetrag der Direktversicherung durch die Krankenkassenbeiträge gemindert wird) konnte er nicht beantworten und verwies auf die Krankenkasse.