Auch die gesetzliche Rentenversicherung hat nun mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen. In neuesten Prognosen geht die Deutsche Rentenversicherung davon aus, dass die Arbeitslosenzahl von zurzeit 3,5 Millionen auf 4,6 Millionen im Jahr 2010 steigt. Wegen der dadurch sinkenden Beitragseinnahmen könne die Rücklage der Versicherung bis Ende 2011 doch nicht auf 1,5 Monatsausgaben aufgefüllt werden, schreibt die Deutsche Rentenversicherung. Damit ist es unwahrscheinlich, dass der Rentenbeitrag 2012 sinkt, denn das wäre nur mit gut gefüllter Rücklage möglich.

Im Rentenbericht der Bundesregierung von 2008 war für 2012 noch eine Senkung des Rentenbeitrags von zurzeit 19,9 auf 19,2 Prozent erwartet worden. Den Beitrag zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam.

Zurzeit beläuft sich die Rücklage auf 16,2 Milliarden Euro. 2009 bleibt sie nach den Schätzungen unverändert, Ende 2011 sollen aber nur noch 11,2 Milliarden Euro im Topf sein. Das entspräche 0,7 Monatsausgaben.

In den ersten sieben Monaten hat es überraschend ein Beitragsplus von 0,8 Prozent gegeben. Günstig auf die Kassenlage hat sich die wegen geburtenschwächerer Jahrgänge sinkende Zahl neuer Rentner ausgewirkt. Zudem sind wegen der inzwischen hohen Rentenabschläge weniger Menschen als früher vorzeitig in den Ruhestand gegangen.

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