Renten-Rat

Die Rentenversicherer sind ­gesetzlich verpflichtet, jeden Versicherten über seine optimale Rente aufzuklären. Im Zweifel hilft ein Rentenberater.

Aufklärung, Auskunft, Beratung – darauf hat jeder Versicherte einen Anspruch. So steht es im Sozialgesetzbuch. Die Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherer müssen zu allen Fragen der gesetzlichen Rentenversicherung Auskünfte geben und individuell beraten, sodass jeder seine Rentenansprüche voll ausschöpfen kann.

Kostenlose Hilfe

Wer ein persönliches Gespräch möchte, aber keine Beratungsstelle in der Nähe seines Wohnorts findet, kann sich mit seinen Fragen auch an einen ehrenamtlichen Versichertenberater wenden. Sie oder er erteilt nicht nur Auskünfte, sondern ist auch beim Ausfüllen von Rentenanträgen behilflich.

Für telefonische Auskünfte haben die Rentenversicherer kostenlose Servicetelefone eingerichtet.

Unabhängiger Rat gegen Gebühr

Ist die Auskunft unbefriedigend, kann die Beratung durch einen gerichtlich zugelassenen, unabhängigen Rentenberater sinnvoll sein. Er kann beispielsweise sagen, ob eine Neuberechnung der im Rentenbescheid ausgewiesenen Rente sinnvoll ist und ob der Rentner eine Nachzahlung verlangen kann.

Die Beratung bei einem unabhängigen Rentenberater kostet allerdings. Er rechnet nach der Gebührenordnung für Rechtsanwälte ab. „Eine einfache Überprüfung eines Rentenbescheids kostet rund 100 Euro“, sagt Joachim Fox, freier Rentenberater in Bonn.

Je nach Höhe der strittigen Rente und je nach Arbeitsaufwand kann der Rentenberater für seine Tätigkeit aber auch rund 400 Euro verlangen. Hat ein Widerspruch Erfolg, muss der betroffene Rentenversicherer dem Versicherten einen Teil des Honorars für den Rentenberater erstatten.

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