Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat die gesetzlichen Rentenversicherer gerügt, weil sie Zeiten der Berufsausbildung nicht immer korrekt erfasst haben. In einer Stichprobe von 200 Rentenkonten seien in rund „jedem zehnten geprüften Fall“ Fehler aufgetaucht, heißt es im jüngsten BVA-Jahresbericht. Weil die Rentenversicherer eine Berufsausbildung entweder gar nicht oder nur unvollständig erfasst haben, seien Rentenansprüche zu gering berechnet worden. Merken dies die Versicherten nicht, fällt ihre gesetzliche Rente später geringer aus. Dies kann jeden Monat rund 40 Euro weniger Rente ausmachen.

Die Aufsicht kritisierte, dass die Rentenversicherer auch dann nicht nachgeforscht haben, wenn „aufgrund der Verdienste und der Erwerbsbiographie“ angenommen werden konnte, dass die Versicherten eine Berufsausbildung absolviert haben. Laut Gesetz sind die Rentenversicherer verpflichtet, ihre Kunden über ihre optimale Rente aufzuklären.

Tipp: Prüfen Sie im Versicherungsverlauf, den Sie von Ihrem Rentenversicherer bekommen, ob Ihre Berufsausbildung dort als „Pflichtbeitragszeit berufliche Ausbildung“ registriert ist. Sie können den Verlauf auch unter der Telefonnummer 0 800/10 00 48 00 anfordern.

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