Diese Sozial­abgaben müssen gesetzlich kranken­versicherte Rentner 2014 zahlen

Die meisten Rentner sind pflicht­versichert in der Kranken­versicherung der Rentner. Für sie gilt der allgemeine Beitrags­satz von derzeit 15,5 Prozent. Von ihrer gesetzlichen Rente müssen sie aber nur 8,2 Prozent abgeben, den Rest zahlt die Deutsche Renten­versicherung als Zuschuss. Freiwil­lig Versicherte zahlen für mehr Einkommens­arten Abgaben – häufig aber nur einen reduzierten Satz von zurzeit 14,9 Prozent. Oben­drauf kommen für alle die Beiträge an die Pflege­versicherung.i

Einkommen

Das zahlen Pflicht­versicherte in der Kranken­versicherung der Rentner (KVdR)

Das zahlen Rentner, die freiwil­lig gesetzlich kranken­versichert sind1

Gesetzliche Rente (Alters-, Hinterbliebenen- und Erwerbs­minderungs­rente)

8,2 Prozent der Bruttorente für die Kranken­versicherung. Die restlichen 7,3 Prozent zahlt die Deutsche Renten­versicherung.

8,2 Prozent zahlt der Rentner selbst, die restlichen 7,3 Prozent kann er als Zuschuss von der Deutschen Renten­versicherung erhalten, wenn er den Antrag stellt.

Versorgungs­bezüge

(zum Beispiel Betriebs­rente aus einer Direkt­versicherung, Pensionen, eine über den Arbeit­geber abge­schlossene Riester-Rente, Leistungen aus einem berufs­stän­dischen Versorgungs­werk)

Bei Auszahlung als Rente: 15,5 Prozent der Leistung, wenn sie höher ist als 138,25 Euro monatlich. 2

Bei Einmalzahlung: Sie wird auf 120 Monate umge­legt. Bei einem Wert von mehr als 138,25 Euro im Monat sind zehn Jahre lang 15,5 Prozent Krankenkassenbeitrag zu zahlen. 2

Bei Auszahlung als Rente: 15,5 Prozent der Leistung.

Bei Einmalzahlung: Sie wird auf 120 Monate umge­legt. Der Rentner zahlt zehn Jahre lang 15,5 Prozent des monatlichen Werts.

Riester-Rente

Keine Beiträge.

14,9 Prozent der Leistung.

Rürup-Rente

Keine Beiträge.

14,9 Prozent der Leistung.

Rente aus der gesetzlichen Unfall­versicherung

Keine Beiträge.

14,9 Prozent der Rente.

Rente aus einer privaten Renten­versicherung

Keine Beiträge.

14,9 Prozent der Rente.

Auszahlung aus der privaten Kapital­lebens­versicherung

Keine Beiträge.

Die Auszahlung wird auf 120 Monate umge­legt. Der Rentner zahlt zehn Jahre lang 14,9 Prozent des Monats­werts.

Einkommen aus angestellter Beschäftigung

Verdienst bis 450 Euro im Monat: Der Arbeit­geber über­weist für den jobbenden Rentner pauschal Sozial­abgaben.

Verdienst über 450 Euro im Monat: Der jobbende Rentner wird aufgrund seiner Beschäftigung als Arbeitnehmer versicherungs­pflichtig und zahlt für den Verdienst anteilig Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung, als Frührentner auch für die Arbeits­losen- und Renten­versicherung.

Verdienst bis 450 Euro im Monat: Der Arbeit­geber über­nimmt für den jobbenden Rentner die Beiträge zur Kranken­versicherung. Beiträge zur Pflege­versicherung zahlt dieser aus eigener Tasche.

Verdienst über 450 Euro im Monat:Der jobbende Rentner wird als Arbeitnehmer versicherungs­pflichtig und zahlt für den Verdienst anteilig Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung, als Frührentner auch für die Arbeits­losen- und Renten­versicherung.

Arbeits­einkommen (Gewinn aus selbst­ständiger Tätig­keit)

Bei einem Gewinn über 138,25 Euro monatlich sind darauf Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung zu zahlen. 2

14,9 Prozent des Gewinns.

Einkünfte aus Kapital­vermögen (zum Beispiel Zinsen, Dividenden, Gewinne aus Wert­papier­verkäufen)

Keine Beiträge.

14,9 Prozent der Einkünfte (Kapital­einnahmen minus Werbungs­kosten). Ohne Nach­weis werden pauschal 51 Euro als Werbungs­kosten abge­zogen.

Miet­einkünfte

Keine Beiträge.

14,9 Prozent der Einkünfte (Miet­einnahmen minus Werbungs­kosten).

    Quelle: GKV-Spitzen­verband

    • 1 Beiträge werden maximal bis zur Beitrags­bemessungs­grenze fällig. Sie liegt derzeit bei 4 050 Euro im Monat.
    • 2 Über­schreiten pflicht­versicherte Rentner mit der Summe aus ihren Versorgungs­bezügen und Arbeits­einkommen aus selbst­ständiger Tätig­keit den Wert von 138,25 Euro monatlich, müssen sie dafür ebenfalls Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflege­versicherung zahlen.