Gesetzliche Rente

Gesetzliche Rente: Ohne Job

Auch eine Zeit ohne Job bringt Renten­ansprüche. Aber nur, wenn sie nicht so lange dauert.

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Auf die Dauer kommt es an. Ist jemand nur kurz arbeitslos, mindert dies die Rente kaum. Bleibt er allerdings so lange arbeitslos, dass er Arbeits­losengeld II erhält, erwirbt er für diese Zeit keine Renten­ansprüche.

Rentenbeitrag trotz Arbeits­losig­keit

Gesetzliche Rente - Warum Versicherte auch Zeiten ohne Beiträge melden sollten
Wer arbeitslos ist, Kinder betreut oder die Eltern pflegt, kann selbst nichts oder nur wenig für seine gesetzliche Alters­vorsorge tun. Dennoch erwirbt er in dieser Zeit Renten­ansprüche.

Zeiten, in denen die Arbeits­agenturen Arbeits­losengeld I zahlen, sind für die spätere Rente relativ viel wert. Die Agenturen über­weisen Beiträge an die Renten­versicherung auf Basis von 80 Prozent des früheren Brutto­arbeits­einkommens.

Diese Zeit ist für die Rente also nur ein Fünftel weniger wert als die vorherige Beschäftigungs­zeit. Ein Jahr Arbeits­losig­keit kostet einen Durch­schnitts­verdiener gut 5 Euro Rente pro Monat.

Arbeits­lose, die mindestens 58 Jahre alt sind, bekommen bis zu zwei Jahre lang Arbeits­losengeld I. In dieser Zeit fließen weiterhin Rentenbeiträge.

Arbeits­losengeld II ohne Rente

Wer lange arbeitslos ist und dann Arbeits­losengeld II bezieht, ist deutlich schlechter gestellt. Seit 2011 gelten Zeiten mit Arbeits­losengeld II nicht mehr als Pflicht­versicherungs­zeit. Die Arbeits­agenturen zahlen keine Rentenbeiträge mehr.

Vor 2011 waren es Minibeiträge, die seit 2004 immer kleiner geworden waren. Noch Ende 2004 orientierten sich die Beiträge an der Arbeits­losen­unterstüt­zung. Danach wurde noch ein geringer fiktiver Betrag heran­gezogen.

Lang­zeit­arbeits­lose erwarben immer weniger Ansprüche. Ihr fiktiver Monats­verdienst, aus dem sich die Rente berechnet, wurde von 400 Euro im Jahr 2005 auf 205 Euro im Jahr 2007 verringert und 2011 ganz gestrichen.

Zeit der Arbeits­losig­keit zählt

Ganz wert­los ist die Arbeitlosengeld-II-Zeit aber nicht. Sie zählt zur Mindest­versicherungs­zeit. Beispiels­weise sind 35 Versicherungs­jahre notwendig, um als lang­jährig Versicherter oder Schwerbehinderter vorzeitig in den Ruhe­stand zu gehen.

Arbeits­losig­keit kann auch einen Renten­anspruch sichern. Eine Erwerbs­minderungs­rente gibt es nur, wenn in den letzten fünf Jahren vor dieser Rente mindestens drei Jahre Pflicht­beiträge geflossen sind. Arbeits­losig­keit zählt hier voll mit.

Dies gilt auch für die 25 Jahre, die Mütter vorweisen müssen, wenn sie während ihrer Kinder­erziehung beispiels­weise nur Teil­zeit arbeiten können und diese Zeit stärker gewichtet werden soll Mehr Rente für Mütter.

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Gelöschter Nutzer am 21.04.2014 um 12:32 Uhr

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