Gesetzliche Rente Special

Kinder­erziehung, Pflege, Freiwil­ligen- und Wehr­dienst erhöhen die Rente – das eine mehr, das andere weniger. Wir zeigen, wie sich Engagement für Familie und Gesell­schaft im Alter auszahlt.

Das gibt es für unbe­zahlte Arbeit

Tag­ein, tagaus kümmern sich Eltern um Nach­wuchs, den das alternde Deutsch­land dringend braucht. Rund 8 Millionen Familien gibt es, in denen mindestens ein minderjäh­riges Kind aufwächst. Etwa 5 Millionen Angehörige und andere Ehren­amtliche helfen Menschen mit Einschränkungen, ihren Alltag zu meistern. Und fast 100 000 Menschen engagieren sich derzeit für das Gemein­wohl, indem sie ein freiwil­liges soziales oder ökologischen Jahr oder den Bundes­freiwil­ligen­dienst absol­vieren.

Rente ohne eigene Beiträge

Gehalt bekommen sie für ihre Tätig­keiten nicht. Sie zahlen deshalb auch keine eigenen Beiträge an die gesetzliche Renten­versicherung. Renten­ansprüche können viele trotzdem erwerben. Bund, Rentenkasse, Pflege­versicherung oder Einsatz­stelle über­nehmen Beiträge, die dafür sorgen, dass sich ihre spätere Rente erhöht.

Auch die etwa 8 000 jungen Frauen und Männer, die zurzeit freiwil­lig den Wehr­dienst leisten, bekommen Unterstüt­zung beim Aufbau ihrer Alters­versorgung. Sie müssen auf ihren Sold keine eigenen Rentenbeiträge entrichten. Der Staat über­nimmt das und zahlt für sie ein (siehe weiter unten Freiwilliger Wehrdienst).

Bis zu 31 Euro Rente für Pflege

Aber nicht alle im Dienst des Gemein­wohls haben auto­matisch einen Renten­anspruch. Wir zeigen, was Versicherte beachten müssen, und rechnen vor, wie viel das gesell­schaftliche Engagement für die Alters­vorsorge bringt.

Das fällt je nach Aufgabe sehr unterschiedlich aus. Die monatliche Rente von Menschen, die etwa ein ganzes Jahr einen Pflegebedürftigen versorgen, erhöht sich nach aktuellen Werten zwischen 6 und 31 Euro (siehe weiter unten Pflegezeiten). Ein soziales oder ökologisches Jahr bringt meist deutlich weniger (siehe weiter unten Freiwilligendienste).

Mehr für Durch­schnitts­verdiener

Zum Vergleich: West­deutsche Arbeitnehmer mit einem Durch­schnitts­verdienst von derzeit 37 873 Euro im Jahr erhöhen ihre monatlichen Renten­ansprüche nach heutigen Werten um 32 Euro. Im Osten verdienen Arbeitnehmer im Schnitt weniger. Hier erhöht sich die Rente deshalb nur um 31 Euro.

Mütter oder Väter bekommen für ein Jahr Kinder­erziehung Renten­anwart­schaften genau in der Höhe von Durch­schnitts­verdienern – allerdings nicht, bis die Kinder erwachsen sind, sondern nur für die ersten drei Jahre. Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, bekommen weniger, erhalten aber bald einen Nach­schlag (siehe weiter unten Erziehungszeiten).

Das Renten­system braucht Kinder

Dass es sich keineswegs um soziale Wohl­taten handelt, wenn Erziehung rentenrecht­lich anerkannt wird, betont Martin Werding, Professor für Sozial­politik und öffent­liche Finanzen an der Ruhr-Universität in Bochum. Seine Berechnungen aus dem Jahr 2016 ergaben, dass jedes Kind dem Renten­system knapp 160 000 Euro mehr bringt, als es dieses kosten wird. „Neben ihren eigenen Rentenbeiträgen leisten Eltern durch ihre Kinder einen generativen Beitrag für den Erhalt des Systems“, erklärt er und bemängelt, dass die individuellen Renten­ansprüche zu stark an die finanziellen Beiträge gekoppelt sind, die in der Erwerbs­phase gezahlt werden.

Großer gesamt­wirt­schaftlicher Wert

Pflegende und andere, die sich für das Gemein­wohl engagieren, können das ähnlich sehen. Großen gesamt­wirt­schaftlichen Wert bescheinigt Norbert Schwarz, Referats­leiter im Statistischen Bundes­amt, unbe­zahlten Leistungen privater Haushalte. 2013 hat die Behörde unbe­zahlte Haus­arbeit, Pflege und Kinder­betreuung sowie ehren­amtliche Tätig­keit zu bezahlter Arbeit ins Verhältnis gesetzt. Mit 826 Milliarden Euro war der rechnerische Wert unbe­zahlter Arbeit höher als die Summe der Netto­gehälter aller Arbeitnehmer zusammen. Die lag bei 780 Milliarden Euro. „An diesem Verhältnis dürfte sich bis heute wenig geändert haben“, sagt er.

Die Rente ist trotz aller Maßnahmen weit davon entfernt, es wider­zuspiegeln.

Unser Rat

Konto klären. Wenn Sie nicht sicher sind, ob alle Renten­ansprüche, die Ihnen für Kinder­erziehung, Pflege, Freiwil­ligen­dienste oder Wehr­dienst zustehen, bereits korrekt erfasst sind, machen Sie früh­zeitig einen Termin zur Kontenklärung bei der Deutschen Renten­versicherung. Termine können Sie online oder telefo­nisch buchen (deutsche-rentenversicherung.de und Tel. 0 800/10 00 48 00).

Kümmern. Bei Eltern und Pflegenden werden Renten­zeiten nicht auto­matisch anerkannt. Nötig ist Antrag, eine Erklärung oder das Ausfüllen eines Fragebogens (siehe unten Erziehungs- und Pflege­zeiten).

Aufstocken. Reduzieren Sie Ihre Arbeit, um ein Ehren­amt auszuüben, können Sie Ihre Rentenbeiträge unter Umständen aufstocken. Erkundigen Sie sich bei der Renten­versicherung

nach oben

Erziehungs­zeiten: Rente für Eltern

Gesetzliche Rente Special

Wie viel Rente Eltern für die Kinder­erziehung bekommen

Wie hoch das Rentenplus durch die Erziehungs­zeit pro Kind nach derzeitigen Werten ist, zeigt die Tabelle unten. Eltern, deren Kinder ab 1992 geboren wurden, erhalten pro Kind drei Entgelt­punkte auf ihr Renten­konto. Ein Entgelt­punkt entspricht Beiträgen in Höhe des jeweiligen Durch­schnitts­verdienstes eines Jahres. Mutter oder Vater bekommen für die Kinder­erziehung eines Kindes also so viel Rente, als hätten sie drei Jahre lang durch­schnitt­lich verdient. Die Beiträge für sie über­nimmt der Bund. Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren sind, bekommen bisher nur zwei Renten­punkte pro Kind gutgeschrieben, ab 2019 aber mehr (siehe „Was die Rentenreform älteren Eltern ab Januar 2019 bringt“).

So steigt die Rente

Anzahl Kinder

Rentenplus / Monat

West (Euro)

Ost (Euro)

Geburt ...

Geburt ...

bis 1991 1

ab 1992

bis 1991 1

ab 1992

1

80

96

77

92

2

160

192

153

184

3

240

288

230

276

4

320

384

307

368

    Quelle: Deutsche Renten­versicherung Bund

    • 1 Die Renten­erhöhung, die die Bundes­regierung für Mütter oder Väter mit vor 1992 geborenen Kindern ab Januar 2019 vorsieht, ist hier bereits einge­rechnet.

    Was die Rentenreform älteren Eltern ab Januar 2019 bringt

    Die Bundes­regierung will Müttern oder Vätern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, einen halben Renten­punkt mehr anrechnen – statt zwei Punkten sollen sie zwei­einhalb bekommen. In aktuelle Werte umge­rechnet bedeutet das pro Kind 16,02 Euro mehr im Westen und 15,35 Euro mehr im Osten. In der Tabelle ist die künftige Erhöhung bereits einge­rechnet. Nach bisherigen Plänen soll aber nicht der Bund die Erhöhung finanzieren, sondern die Renten­versicherten selbst.

    Wann die Rentenkasse Vätern Erziehungs­zeiten anrechnet

    Erziehungs­zeiten für ein Kind bekommt nur ein Eltern­teil ange­rechnet – derjenige, der sich über­wiegend um das Kind kümmert. Teilen sich Mutter und Vater die Aufgabe, hat in der Regel die Mutter Anspruch auf die Kinder­erziehungs­zeit. Soll sie dem Vater ange­rechnet werden, müssen Eltern dies gemein­sam gegen­über der Renten­versicherung erklären. Wichtig: Die Erklärung gilt für maximal zwei Monate rück­wirkend.

    Wann Eltern weniger oder keine Renten­punkte bekommen

    Meist bekommen Eltern die Renten­punkte für die Erziehungs­zeit zusätzlich zu Renten­punkten aus einer sozial­versicherungs­pflichtigen Beschäftigung. Allerdings nur, solange ihr Verdienst nicht zu hoch ist. Denn Versicherte können generell nicht mehr als gut zwei Entgelt­punkte pro Jahr erhalten. Bei Eltern, die in der Erziehungs­zeit mehr als das Doppelte des Durch­schnitts­einkommens verdienen, erhöhen Kinder die Rente nicht.

    Was Eltern tun müssen, damit Erziehungs­zeiten ange­rechnet werden

    Damit die Erziehungs­zeiten berück­sichtigt werden, müssen Eltern den „Antrag auf Fest­stellung von Kinder­erziehungs­zeiten“ ausfüllen.

    nach oben

    Pflege­zeiten: Rente für pflegende Angehörige und Freunde

    Gesetzliche Rente Special

    Wann die Rentenkasse Pflege­zeiten anerkennt

    Nicht alle, die sich um einen hilfebedürftigen Menschen kümmern, bekommen Renten­punkte gutgeschrieben. Die Rentenkasse erkennt Pflege­zeit nur dann an, wenn der Pflegebedürftige zu Hause versorgt wird und mindestens Pfle­gegrad 2 hat. Den Pfle­gegrad legt die gesetzliche oder die private Pflege­versicherung fest.

    Weitere Voraus­setzungen sind:

    • Der Pflegende muss für die Pflege mindestens zehn Stunden pro Woche regel­mäßig an mindestens zwei Tagen aufwenden.
    • Er darf neben der Pflege­tätig­keit nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbs­tätig sein.
    • Er darf keine Voll­rente wegen Alters beziehen, sollte er die Regel­alters­grenze erreicht haben. Diese steigt schritt­weise. Sie liegt etwa für Jahr­gang 1953 bei 65 Jahren und 7 Monaten, für Jahr­gänge ab 1964 bei 67 Jahren.

    Tipp: Wenn Sie als Pflegender Ihre Regel­alters­grenze erreichen, beantragen Sie statt einer Voll­rente eine Teilrente von 99 Prozent. Sie haben dann kaum Abzüge bei der Rentenzahlung, bekommen aber die vollen Pflege-Renten­punkte weiter gutgeschrieben und können so Ihre Rente weiter erhöhen.

    Wer die Rentenbeiträge für die Pflegenden zahlt

    Die gesetzliche oder private Pflege­versicherung des Pflegebedürftigen über­nimmt die Renten­versicherungs­beiträge für den Menschen, der ihn pflegt.

    Wie viel Rente pflegende Angehörige und Freunde bekommen

    Mit welchen Renten­ansprüchen Pflegende nach derzeitigen Werten rechnen können, zeigt die Tabelle „So steigt die Rente: Pflege­tätig­keit“. Wie hoch sie im Einzelnen ausfallen, richtet sich nach dem Pfle­gegrad des Pflegebedürftigen und dem Maß, in dem sich der Pflegende einbringt. Betreut er den Pflegebedürftigen allein und die Pflegekasse zahlt nur das Pflegegeld? Versorgen ambulante Pflege­dienste (Pflegesach­leistungen) den Pflegebedürftigen? Oder gibt es eine Kombination aus beidem? Je höher der Pfle­gegrad und je weniger professionelle Hilfe es gibt, desto mehr Rente bekommen Pflegende für ihre Tätig­keit.

    Wie die Pflege­versicherung die Höhe der Beiträge fest­legt

    Die Pflege­versicherung des Pflegebedürftigen setzt für die Pflege­tätig­keit ein fiktives Gehalt an. Darauf zahlt sie den vollen Renten­versicherungs­beitrag von 18,6 Prozent. Die Höhe des Gehalts, das sie für die Berechnung der Beiträge zugrunde legt, hängt von der sogenannten Bezugs­größe ab: einer Kenn­zahl in der gesetzlichen Sozial­versicherung, die das Bundes­arbeits­ministerium jedes Jahr neu fest­legt. 2018 liegt sie bei jähr­lich 36 540 Euro im Westen und 32 340 Euro im Osten. Das der Rentenbe­rechnung zugrunde liegende fiktive Gehalt kann je nach Pfle­geaufwand zwischen 18,9 und 100 Prozent der Bezugs­größe liegen.

    Was Pflegende tun müssen, damit die Rentenkasse die Pflege­zeit anrechnet

    Einen Antrag müssen Pflegende zwar nicht stellen. Die Pflege­versicherung des Pflegebedürftigen zahlt aber nur Beiträge für sie, wenn sie einen Fragebogen ausfüllen. Er heißt: „Fragebogen zur Zahlung der Beiträge zur sozialen Sicherung für nicht erwerbs­mäßig tätige Pflege­personen“. Pflegende können ihn bei Pflege­versicherung, Pfle­gestütz­punkten und Renten­versicherungs­träger bekommen. Sie können ihn auch im Internet finden und ausdrucken. Damit alles reibungs­los läuft: Den Fragebogen schnell bei der Pflege­versicherung des Pflegebedürftigen abgeben.

    So steigt die Rente

    Pflege­tätig­keit 2018 für ein Jahr und bei Bezug von ...

    Rentenplus / Monat

    West (Euro)

    Ost (Euro)

    Pfle­gegrad 2

    Pflegegeld

    8,34

    7,96

    Kombinations­leistungen

    7,09

    6,76

    Pflegesach­leistungen

    5,84

    5,57

    Pfle­gegrad 3

    Pflegegeld

    13,29

    12,67

    Kombinations­leistungen

    11,29

    10,78

    Pflegesach­leistungen

    9,30

    8,87

    Pfle­gegrad 4

    Pflegegeld

    21,63

    20,63

    Kombinations­leistungen

    18,39

    17,54

    Pflegesach­leistungen

    15,14

    14,44

    Pfle­gegrad 5

    Pflegegeld

    30,90

    29,48

    Kombinations­leistungen

    26,27

    25,06

    Pflegesach­leistungen

    21,63

    20,63

      Quelle: Deutsche Renten­versicherung Bund

        nach oben

        Freiwil­ligen­dienste: Rente für gesell­schaftliches Engagement

        Wie sich die Freiwil­ligen­dienste bei der Rente unterscheiden

        Rentenrecht­lich gibt es kaum Unterschiede zwischen den Freiwil­ligen­diensten „soziales Jahr“, „ökologisches Jahr“ und „Bundes­freiwil­ligen­dienst“. Ausnahme: Den Bundes­freiwil­ligen­dienst können auch Rentner absol­vieren (siehe Freiwil­liger Wehr­dienst). Das freiwil­lige soziale oder ökologische Jahr können nur Jüngere bis zur Voll­endung des 27. Lebens­jahres leisten.

        Wer die Rentenbeiträge für die Freiwil­ligen über­nimmt

        Die Renten­versicherungs­beiträge müssen die Einrichtungen, die Freiwil­lige einsetzen, über­nehmen. Träger können soziale oder kulturelle Einrichtungen sein, etwa Schulen, Sport­ver­eine, Behinderten­werk­stätten oder beim ökologischen Jahr Natur­schutz­verbände.

        Wie viel Rente es für den Freiwil­ligen­dienst gibt

        Viel mehr als 9 Euro Rentenplus im Monat sind nicht drin. Die Rentenbeiträge bemessen sich auf Grund­lage des Taschengelds, das Einsatz­stellen Freiwil­ligen zahlen. Hinzu kommen Sach­leistungen wie Unterkunft und Verpflegung, die als geld­werter Vorteil ebenfalls in die Berechnung einfließen. Wie hoch Taschengeld und Sach­leistungen sind, hängt von der Einsatz­stelle ab. Maximal sind es 2018 390 Euro Taschengeld im Monat und 472 Euro für Sach­leistungen. Darauf zahlen die Einsatz­stellen 18,6 Prozent Rentenbeiträge. Die Rechnungen unten zeigen, wie sich das auf die Renten­ansprüche auswirkt; einmal mit Höchst­beträgen als Bemessungs­grund­lage, einmal mit nied­rigeren Beträgen.

        Wer sich um die Anrechnung des Dienstes bei der Rente kümmert

        Die Einsatz­stelle muss Dienst­leistende beim Renten­versicherungs­träger anmelden und alle wichtigen Informationen über­mitteln.

        Ob auch Rentner ihre Rente noch erhöhen können

        Rentner, die ihre Regel­alters­grenze erreicht haben (siehe Pflege­zeiten) und ihre volle Alters­rente beziehen, sind versicherungs­frei. Die Einsatz­stellen zahlen dann nur noch den halben Renten­versicherungs­beitrag. Der wirkt sich aber nicht mehr renten­steigernd aus.

        Seit Inkraft­treten der sogenannte Flexi-Rente im Jahr 2017 können Rentner zwar auf diese Versicherungs­freiheit verzichten. Ob ein solcher Verzicht aber dazu führt, dass die Rentner während eines Bundes­freiwil­ligen­dienstes weiter Renten­punkte sammeln können, ist recht­lich bisher nicht abschließend geklärt.

        Wann Rentner Hinzuver­dienst­grenzen beachten müssen

        Wer die Regel­alters­grenze noch nicht erreicht hat, muss die Hinzuver­dienst­grenze von jähr­lich 6 300 Euro beachten. Verdient er mehr, rechnet die Rentenkasse 40 Prozent des über­steigenden Betrags auf die Rente an.

        So steigt die Rente

        Freiwil­ligen­dienst

        1.1. bis 31.12. 2018

        Bemessungs­grund­lage (Euro)

        Taschengeld + Sach­leistungen

        Rentenbeiträge von 18,6 Prozent (Euro)

        Rentenplus im Monat

        West / Ost 1 (Euro)

        Beispiel 1

        10 344

        1 924

        8,75 / 9,43

        Beispiel 2

        6 552

        1 219

        5,54 / 5,97

          Quelle: Deutsche Renten­versicherung Bund

          • 1 Ein Hoch­wertungs­faktor, der die nied­rigeren durch­schnitt­lichen Einkommen in Ostdeutsch­land bei der Rente berück­sichtigt, sorgt bei gleichem Einkommen in Ost und West für höhere Renten­anwart­schaften im Osten.
          nach oben

          Freiwil­liger Wehr­dienst: Rente für den Schutz des Landes

          Gesetzliche Rente Special

          Wie viel Rente es für den freiwil­ligen Wehr­dienst gibt

          Nach derzeitigen Werten erhöht sich die monatliche Rente durch ein ganzes Jahr freiwil­ligen Wehr­dienst 2018 in West- und Ostdeutsch­land um 18,54 Euro. Das Rentenplus liegt damit zwar unter dem eines Durch­schnitts­verdieners, aber deutlich höher als bei den Freiwil­ligen­diensten.

          Wer die Beiträge zahlt und wie sie berechnet werden

          Bei Wehr­dienst­leistenden dient nicht der Sold als Bemessungs­grund­lage für die Rentenbeiträge. Maßgeblich ist wie bei ehren­amtlich Pflegenden ein fiktiver Verdienst auf Basis der sogenannten Bezugs­größe (siehe Pflege­zeiten). 60 Prozent der Bezugs­größe gelten als fiktiver Verdienst. Für das gesamte Jahr 2018 wären das 21 924 Euro (West). Darauf zahlt der Staat 18,6 Prozent an Rentenbeiträgen an die Rentenkasse. In Ostdeutsch­land gilt zwar eine nied­rigere Bemessungs­grenze, die Renten­anwart­schaften dort sind dennoch die gleichen wie im Westen.

          Wann spätere Wehr­übungs­zeiten bei der Rente berück­sichtigt werden

          Wenn der Arbeit­geber während einer Übung das Gehalt nicht weiter zahlt und keine Rentenbeiträge fließen, über­nimmt das der Bund. Reservedienst­leistende müssen dies aber bei der Bundes­wehr (Bundes­amt für Personalmanagement) beantragen.

          So steigt die Rente

          Freiwil­liger Wehr­dienst

          Rentenplus / Monat 1 (Euro)

          1.1. bis 31.12.2018

          18,54

            Quelle: Deutsche Renten­versicherung Bund

            • 1 Die Renten­anwart­schaften sind für freiwil­lige Wehr­dienst­leistende in Ost und West gleich.
            nach oben

            Dieser Artikel ist hilfreich. 19 Nutzer finden das hilfreich.