Eine Finanztest-Leserin fragt: „Wenn ich als Schwerbehinderte, Jahr­gang 1968, mit 65 Jahren regulär und ohne Abschläge in Rente gehe, ist meine Auszahlung nied­riger als die von Nicht-Behinderten, die regulär in Rente gehen. Warum?“

Als Schwerbehinderte können Sie zwei Jahre früher regulär in Rente gehen – in Ihrem Fall mit 65 statt mit 67 Jahren. So beziehen Sie Ihre Rente zwei Jahre länger und zahlen zwei Jahre kürzer ein. Den zwei Jahre längeren Rentenbe­zug stellt Ihnen die Rentenkasse nicht in Rechnung – Sie haben also keine Abschläge. Die Kasse kompensiert aber nicht Ihre geringeren Einzahlungen. Sie haben also weniger Entgelt­punkte auf Ihrem Renten­konto.

Tipp: Sie können Ihre Rente trotzdem steigern. Teilen Sie der Rentenkasse mit, dass Sie nicht regulär mit 65, sondern vorzeitig mit 62 Jahren gehen wollen. Für die drei vorzeitigen Jahre Rentenbe­zug beträgt der Abschlag 10,8 Prozent. Mit 50 Jahren beginnen Sie, ihn durch Sonderzah­lungen auszugleichen, gehen dann aber erst mit 65 Jahren in den Ruhe­stand. Die Sonderzah­lungen führen zu einer höheren Rente.

Weitere Informationen zur Rente für Schwerbehinderte finden Sie in unserem Special Altersrente für Menschen mit Schwerbehinderung.

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