Renten­niveau: Renten steigen lang­samer als Gehälter

Das Renten­niveau, oder „Sicherungs­niveau vor Steuern“, wie die Bundes­regierung sagt, setzt die Rente eines Ruhe­ständ­lers, der 45 Jahre lang immer durch­schnitt­lich verdient hat, ins Verhältnis zum durch­schnitt­lichen Beschäftigten-Netto­einkommen. Die verfügbare Stan­dard­rente beträgt zurzeit 1 197 Euro – nach Abzug von Kranken-und Pflege­versicherungs­beitrag, jedoch vor Steuern. Das entspricht einem Renten­niveau von 48 Prozent des durch­schnitt­lichen Netto­arbeits­entgelts von 2 493 Euro. Im Jahr 2030 soll das Niveau auf 44,5 Prozent sinken. 2040 sollen es nur noch 41,7 Prozent sein.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die individuelle Rente sinkt. Es gibt eine gesetzliche Sicherungs­klausel, die dies verhindert. Allerdings steigen die Renten nach den Prognosen der Bundes­regierung lang­samer als die Gehälter. So vermindert sich der Wert der Durch­schnitts­rente im Verhältnis zum Durch­schnitts­entgelt.

Bei der Einkommens­berechnung werden „die Verdienste sowohl von Voll­zeit- als auch von Teil­zeit­beschäftigten berück­sichtigt“, erläutert der Vorstands­vorsitzende der Deutschen Renten­versicherung Bund, Alexander Gunkel. Durch­schnitt­lich verdienende Voll­zeit­beschäftigte kommen nach 35 Beitrags­jahren auf die Stan­dard­rente. Teil­zeitkräfte müssen dafür deutlich länger in die Renten­versicherung einzahlen. Die meisten Teil­zeitkräfte haben keine Chance, die Stan­dard­rente zu erreichen.

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