Der gleitende Über­gang von Arbeit in Rente ist für viele Menschen attraktiv. Seit Anfang des Jahres gibt es darum die Flexirente. Die neuen Rege­lungen erleichtern es, die eigene gesetzliche Rente aufzupeppen und den Renten­eintritt flexibler zu gestalten. Es gibt drei Wege zu mehr Rente: Freiwil­lige Beiträge, Arbeit im Renten­alter und Hinzuver­dienst zur Frührente. In unserem aktuellen Special stellen wir die neuen Möglich­keiten anhand konkreter Beispiele vor.

Renten­alter als Richt­wert

Der Renten­eintritt ist für viele Menschen eine magische Grenze. Wer 1952 geboren wurde, kann 2017 in Rente gehen, sobald er 65 Jahre und 6 Monate alt ist. Doch ist diese Grenze nicht so starr, wie sie scheint. Hat der Arbeitnehmer mindestens 35 Beitrags­jahre zusammen, kann er sich schon mit 63 in die Rente verabschieden. Und wenn er noch keine Lust auf Ruhe­stand hat, darf er auch freiwil­lig länger arbeiten. Das Renten­eintritts­alter ist also eigentlich nur ein Richt­wert, von dem der Einzelne bei Bedarf abweichen kann.

Renten­abschläge beachten

Alle Abweichungen wirken sich jedoch auf die Rente aus. Wer früher in Rente geht, bekommt weniger ausgezahlt, weil er dann Abschläge auf seinen Renten­wert hinnehmen muss. Wer länger arbeitet, profitiert hingegen davon, dass die Rente durch einen späteren Bezug aufgewertet wird. Bemerk­bar machen sich auch Lücken in der Arbeits­biografie: Wenn jemand vorüber­gehend nicht in die Rentenkasse einbezahlt hat, beein­flusst das die Rente natürlich ebenfalls.

Rente aktiv beein­flussen

Diese Auswirkungen müssen jedoch nicht einfach so hingenommen werden. Wer früher in Rente gehen möchte, kann die drohenden Abschläge mit Einzahlungen in die Rentenkasse ausgleichen. Voraus­gesetzt er hat das nötige Geld dafür. Eine Verpflichtung, dann tatsäch­lich früher in Rente zu gehen, ergibt sich daraus jedoch nicht. Arbeitet der Betreffende einfach bis zum regulären Renten­alter weiter, bekommt er aufgrund der von ihm geleisteten Ausgleichs­zahlung später einfach eine höhere Rente. Auch für Selbst­ständige und Freiberufler, Hausmänner und -frauen, Beamte und Mütter können sich freiwil­lige Einzahlungen in die Renten­versicherung unter bestimmten Voraus­setzungen lohnen.

Rente und Arbeit kombinieren

Rente und Arbeit zu kombinieren, wird durch die neuen Rege­lungen einfacher. Das Zusammen­spiel von Rente, Gehalt, Gehalts­anrechnungen, Sozial­abgaben und Steuern ist jedoch komplex. Arbeitnehmer sollten sich gut informieren, welcher Weg für sie am besten funk­tioniert. Unser Special leistet dabei Hilfe­stellung.

Das bietet der Finanztest-Artikel

Wenn Sie den Finanztest-Artikel frei­schalten, erfahren Sie, wie Sie die neuen Rege­lungen für sich optimal nutzen. Die Finanztest-Experten zeigen anhand konkreter Fall­beispiele,

  • wer von den neuen Rege­lungen profitieren kann,
  • wer freiwil­lig in die Renten­versicherung einzahlen kann und für wen sich dies besonders lohnt,
  • was es bringt, über das Renten­alter hinaus zu arbeiten,
  • ob es sich lohnt, neben einer Teilrente etwas hinzuzuver­dienen.

Außerdem erfahren Sie,

  • wie sich die gesetzliche Rente im Vergleich zur Rürup-Rente schlägt,
  • warum die Renten lang­samer steigen als die Gehälter,
  • was Arbeitnehmer beachten müssen, wenn sie über das Renten­alter hinaus arbeiten wollen.

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