Gesetzliche Rente Mehr Rente für Pflege von Angehörigen

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Wer Angehörige zuhause pflegt, erhält einen Aufschlag auf seine spätere Rente. Denn Pflegende können nicht voll berufs­tätig sein und haben daher weniger Renten­ansprüche im Vergleich zu Kollegen, die Voll­zeit arbeiten. Um diesen Nachteil wenigs­tens etwas wett­zumachen, zahlt die Pflegekasse für den Pflegenden Renten­versicherungs­beiträge. Die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem Durch­schnitts­einkommen aller Renten­versicherten. Je nach Pfle­gestufe und Umfang der Pflege wird ein Prozent­satz dieses Einkommens zugrunde gelegt. Wie dies die Rente steigert, zeigt die Tabelle.

Je schwerer die Pflege, desto höher die Rente

Wie hoch das Rentenplus für einen Pflegenden ist, hängt von der Pfle­gestufe und dem zeitlichen Aufwand ab. Maximal möglich sind rund 22 Euro im Monat.

Pflege­tätig­keit für ein Jahr in der …

Pfle­geaufwand pro Woche (in Stunden)

Monatlicher Rentenbeitrag der Pflegekasse (Euro)

Monatliche Renten­erhöhung (Euro)

West

Ost

West

Ost

Pfle­gestufe I

14

141,37

120,43

7,42

6,83

Pfle­gestufe II

21

282,74

240,86

14,83

13,65

14

188,50

160,57

9,89

9,10

Pfle­gestufe III

28

424,12

361,28

22,25

20,48

21

318,09

270,96

16,69

15,36

14

212,06

180,64

11,12

10,24

Stand: April 2015

Quelle: Portal-Sozialpolitik.de

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Profilbild Stiftung_Warentest am 16.04.2015 um 14:43 Uhr
Nicht nur bei der Pflege von Angehörigen

@hegehosa Es ist richtig, dass auch z.B. ein Freund oder Nachbar anstelle eines Angehörigen als Pflegeperson tätig werden kann.
Aus Platzgründen kann eine Meldung nicht immer alle Aspekte berücksichtigen. Im Regelfall ist die Betreuungsperson jedoch ein(e) Angehörige(r). (dda)

hegehosa am 15.04.2015 um 13:27 Uhr
Nicht nur bei der Pflege von Angehörigen

Das Entstehen der Rentenversicherungspflicht der nicht erwerbsmäßig tätigen Pflegeperson tritt übrigens vollkommen unabhängig davon ein, ob es sich bei der pflegebedürftigen Person um einen Angehörigen handelt. Insoweit ist der Artikel etwas irreführend.