Arbeiten im Ruhe­stand: Frührentner dürfen nur begrenzt hinzuver­dienen

Rentner, die vorzeitig in Alters­rente gehen, können die Einschnitte beider Rente mit einem Neben­job wett­machen. Das geht aber nicht unbe­schränkt. Bis Rentner ihre Regel­alters­grenze erreichen, gilt eine monatliche Hinzuver­dienst­grenze von 450 Euro.

Über­schreiten Rentner die Grenze, haben sie abhängig von der Höhe ihres Verdienstes nur noch Anspruch auf eine Teilrente. Je nach Verdienst bekommen sie ein Drittel, die Hälfte oder zwei Drittel ihrer Voll­rente.

Die Verdienst­grenzen für diese Teilrenten fallen für jeden Rentner anders aus. Denn sie hängen vom versicherungs­pflichtigen Einkommen des Rentners in den letzten drei Jahren vor seinem Renten­beginn ab. Versicherte können die Höhe ihrer Grenzen beim Renten­versicherungs­träger erfragen, also zum Beispiel bei der Deutschen Renten­versicherung.

Zweimal inner­halb eines Jahres dürfen Rentner ihre Grenze über­schreiten und bis zum Doppelten verdienen. Wer zum Beispiel normaler­weise die 450-Euro-Grenze für die Voll­rente einhält, darf in zwei Monaten eines Jahres bis zu 900 Euro verdienen, ohne dass ihm die Rente gekürzt wird.

Bezieht ein Rentner nur eine Drittelrente und verdient mehr, als er dafür einnehmen darf, ist es mit dem Rentnerdasein vorbei. Er verliert den Anspruch auf vorzeitige Alters­rente.

Aufpassen müssen auch schwerbehinderte Rentner, die nebenbei arbeiten. Bis zur Regel­alters­grenze gelten für sie dieselben Hinzuver­dienst­regeln wie für andere Frührentner. Halten sie ihre Verdienst­grenze für eine Drittelrente nicht ein, verlieren sie ihren Anspruch auf die Alters­rente für Schwerbehinderte. Dazu kommt: Bei einem erneuten Antrag müssen sie ihre Schwerbehin­derung wieder nach­weisen.

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