Zahlen Unternehmen sittenwidrige Löhne oder halten sie sich nicht an einen festgeschriebenen Mindestlohn, müssen sie der gesetzlichen Rentenversicherung die zu wenig gezahlten Beiträge nachzahlen. Allein für die Jahre 2005 bis 2009 forderte die Deutsche Rentenversicherung von solchen Firmen 3,3 Milliarden Euro nach.

Diese Nachforderung geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Jedes Unternehmen ist verpflichtet, den Rentenbeitrag von derzeit 19,9 Prozent des Bruttolohns an die Rentenversicherung zu überweisen. Zahlt die Firma weniger Lohn, als sie eigentlich muss, zahlt sie auch weniger Rentenbeitrag. Dann bekommt der Arbeitnehmer später weniger gesetzliche Rente.

Die Deutsche Rentenversicherung prüft mindestens alle vier Jahre, ob eine Firma den korrekten Beitrag überweist, und stellt dafür die Differenz zwischen dem geschuldeten und dem gezahlten tatsächlich Lohn fest.

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