Aus 40 200 Empfängern von Arbeits­losengeld, die mindestens 63 Jahre alt waren, wurden zwischen Juli 2014 und April 2015 Rentner. Das sind 90 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, geht aus einer Studie der Bundes­agentur für Arbeit hervor. Die Behörde sieht einen Zusammen­hang mit der Rentenreform. Seit Juli 2014 können lang­jährig Versicherte mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen.

Erstaunlich ist der Anstieg, weil die Zeit der Arbeits­losig­keit zwei Jahre vor Renten­eintritt nur in Ausnahme­fällen zu den erforderlichen 45 Beitrags­jahren zählt. „Die älteren Jahr­gänge haben oft sehr früh ange­fangen zu arbeiten“, sagt Manuela Budewell von der Deutschen Renten­versicherung Bund. So kämen sie schon vor der Arbeits­losig­keit auf genügend Beitrags­jahre.

Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Renten­versicherungs­träger beraten (Deutsche Rentenversicherung, Telefon: 0 800/1 00 04 80 70).

Übrigens: Die gesetzliche Rente ist im Juli gestiegen. Im Special Gesetzliche Rente steigt: Wie Rentner jetzt rechnen erklären die Finanztest-Experten, wer Steuern zahlen muss, wann Rentner eine Steuererklärung abgeben müssen, und wie sich die Mütterrente bei der Steuer­abrechnung 2014 auswirkt.

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