Gesetzliche Rente Meldung

Früher in Rente ohne Abschläge? Oder lieber die reguläre Rente aufstocken?

Sonderzah­lungen an die Rentenkasse sind attraktiv. Ab 1. Juli 2017 können gesetzlich Renten­versicherte schon mit 50 Jahren anfangen, Abschläge für einen vorzeitigen Renten­beginn auszugleichen. Pflicht­versicherte können die Ausgleichs­zahlungen auch nutzen, um ihre reguläre Alters­rente aufzusto­cken.

Beispiel

Maren Kunze ist 50 Jahre alt und kann mit 67 Jahren regulär in Rente gehen. Steigt sie zwei Jahre früher aus, zieht die Rentenkasse 108 Euro von ihrer bis dahin erreichten Rente von 1 500 Euro ab. Sie bekommt also nur noch 1 392 Euro im Monat. Will sie den Verlust ausgleichen, muss sie 26 022 Euro (Stand 1. Juli 2017) an die Rentenkasse über­weisen. Sie könnte die Zahlung aber statt­dessen auch nutzen, um ihre reguläre Rente um 108 Euro monatlich zu erhöhen: Sie zahlt den Ausgleichs­betrag ein, geht aber nicht vorzeitig in Rente. Eine Monats­rente von 108 Euro für einen Einmalbeitrag von rund 26 000 Euro ist im derzeitigen Markt­umfeld kaum schlagbar. Hinzu kommt, dass sich ihre Rente durch ihr längeres Arbeiten ohnehin erhöhen würde. Für Durch­schnitts­verdiener erhöht ein Erwerbs­jahr ab Juli 2017 die Rente um 31,03 Euro (West) und 29,69 Euro (Ost) monatlich.

Raten

Wem der Ausgleichs­betrag auf einen Schlag zu hoch ist, kann weniger oder in Raten zahlen. Bis zur Regel­alters­grenze sind zwei Einzahlungen pro Jahr möglich. Kunze aus unserem Beispiel könnte den Betrag also auf insgesamt 34 Raten verteilen. Nied­rigere Ratenzah­lungen können auch steuerlich güns­tiger sein, da Versicherte Zahlungen an die Rentenkasse bis zu bestimmten Grenzen als Alters­vorsorgeaufwand absetzen können.

Beratung

Die Renten­versicherung berät zum frühest­möglichen Renten­beginn, Abschlägen und Ausgleichs­beträgen unter der Telefon­nummer 0 800/10 00 48 00. Mehr Infos auf der Website der Deutschen Rentenversicherung.

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