Wer jemanden pflegt und eine Auszeit aus dem Beruf nimmt, kann finanzielle Hilfe nutzen. Für die Zeit der Frei­stellung gibt es zins­lose Darlehen vom Bundes­amt für Familie und zivilgesell­schaftliche Aufgaben. Das wissen viele nicht, ergab eine Umfrage der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege. 84 Prozent der Befragten gaben an, sich „eher schlecht“ oder „sehr schlecht“ über die Regeln zur Vereinbarkeit von Familie und Job informiert zu fühlen.

Während einer Frei­stellung haben im Jahr 2015 nur knapp über 300 Pflegende ein Darlehen beantragt – entweder nach dem Pflege­zeitgesetz oder dem Familien­pflege­zeitgesetz. Die Bundes­regierung geht jedoch davon aus, dass die Zahl der Frei­stel­lungen deutlich über der Anzahl der Darlehen liegt. Insgesamt stellte der Bund im Jahr 2015 rund 1,3 Millionen Euro zum Abruf von Pflegedarlehen bereit. Bislang wurden davon nur rund 650 000 ausgezahlt. Mehr Informationen über Pflegedarlehen gibt es auf der Website Wege-zur-pflege.de.

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