Unser Rat

Planen. Auch wenn das Risiko, pflegebedürftig zu werden, für Sie oder Ihre Angehörigen noch in weiter Ferne scheint, befassen Sie sich frühzeitig und ohne akuten Entscheidungsdruck mit dem Thema. Kommt zum Beispiel Mehrgenerationenwohnen für Sie infrage, sollten Sie nicht erst im Rentenalter anfangen, sich über Projekte in Ihrer Nähe zu informieren.

Pflegestufe. Beantragen Sie Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung, sobald sich abzeichnet, dass Sie oder ein Angehöriger dauerhaft Hilfe benötigen. Auch wenn der Umfang des Hilfebedarfs zunächst nicht für eine Pflegestufe ausreicht, haben Sie zum Beispiel Anspruch auf die Hilfen für Demenzkranke.

Tagebuch. Dokumentieren Sie alle Handgriffe für die Betreuung und wie viel Zeit sie dafür benötigen. Wenn Sie dies in einem Pflegetagebuch über eine ganze Woche festhalten, können Sie das dem Gutachter der Krankenkasse vorlegen, der die Pflegestufe feststellt.

Widerspruch. Bewilligt die Pflegekasse nicht die Pflegestufe, die Ihrer Meinung nach angemessen wäre, ­legen Sie Widerspruch ein. Dafür ­haben Sie ab Erhalt des Bescheids ­einen Monat Zeit. Richten Sie den ­Widerspruch an die Pflegekasse. Wenn Ihnen das Gutachten nicht ­vorliegt, fordern Sie es an, um den ­Widerspruch begründen zu können.

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