Unser Rat

Wirkstoff. Auf den Wirkstoff kommt es an – auch wenn ein Arzneimittel von verschiedenen Herstellern in unterschiedlichen Packungen, Farben und Formen verkauft wird. Für die meisten ist ein Wechsel des Produkts nicht mit Nachteilen verbunden. Sie können sogar Geld sparen, wenn sich dadurch die Zuzahlung verringert.

Internet. In unserer Arzneimitteldatenbank www.medikamente-im-test.de können Sie Informationen zu mehr als 9 000 Medikamenten abrufen – ob selbst gekauft oder vom Arzt verschrieben. Dazu gibt es laufend aktualisierte Preise und Preisvergleiche für wirkstoffgleiche Mittel.

Allergie. Sind Sie darauf angewiesen, bei einem bestimmten Präparat zu bleiben, zum Beispiel weil Sie allergisch gegen bestimmte Farb- oder Konservierungsstoffe sind, brauchen Sie Ihr Medikament nicht gegen andere wirkstoffgleiche auszutauschen. Achten Sie darauf, dass Ihr Arzt auf dem Rezept bei „aut idem“ ein Kreuz macht. Dann bekommen Sie in der Apotheke genau das Produkt, das auf dem Rezept steht. Lassen Sie sich vom Arzt einen Allergiepass ausstellen. Darin steht, welche Stoffe Sie nicht vertragen. Um Wechselwirkungen zu vermeiden, lassen Sie auch eintragen, welche Medikamente Sie regelmäßig nehmen. Legen Sie den Pass bei jedem Arztbesuch und bei jedem Medikamentenkauf in der Apotheke vor.

Sparen. Auch bei rezeptfreien Mitteln können Sie sparen. Viele Medikamente sind im Versandhandel übers Internet deutlich günstiger. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse, ob sie mit Versandapotheken Verträge hat. Dann erhalten Sie unter Umständen zusätzliche Preisnachlässe.

Steuer. Ausgaben für selbstgekaufte Medikamente und die gesetzlichen Zuzahlungen können Sie ab einer bestimmten Höhe als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen. Sammeln Sie alle Belege und achten Sie darauf, dass sie immer auf Ihren Namen ausgestellt sind. Manche Apotheken erstellen Jahreslisten der gekauften Medikamente und der Zuzahlungen. Die Zuzahlungsliste können Sie auch als Nachweis verwenden, falls Sie die jährliche Zuzahlungshöchstgrenze überschreiten und sich Geld von der Kasse ­zurückholen wollen.

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