Weniger zuzahlen

Viele Patienten können sich die Zuzahlung für rezeptpflichtige Arzneien sparen.

  • Zuzahlungsbefreite Mittel: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach günstigen Arzneimitteln, deren Preis mindestens 30 Prozent unter dem Festbetrag liegt. Sie müssen dann nichts zuzahlen. Die Liste der zuzahlungsbefreiten Medikamente gilt für Versicherte aller Kassen. Sie wird alle 14 Tage aktualisiert und umfasst bereits mehr als 12 000 Präparate. Unter www.bkk.de/arzneimittel-ohne-zuzahlung können Sie die Liste abrufen und prüfen, ob das Ihnen verordnete Medikament zuzahlungsfrei ist. In unserer Datenbank www.medikamente-im-test.de sind diese Mittel mit zf (zuzahlungsfrei) gekennzeichnet.
  • Rabattverträge: Hat Ihre Kasse einen Rabattvertrag mit einem Pharmahersteller geschlossen, kann sie die Zuzahlung für das rabattierte Mittel halbieren oder ganz erlassen.
  • Schwangere müssen nichts zuzahlen, wenn der Arzt ihnen Medikamente gegen Schwangerschaftsbeschwerden oder im Zusammenhang mit der Entbindung verordnet.
  • Bonus: Kassen können Zuzahlungen ermäßigen, wenn Sie zum Beispiel an einem strukturierten Behandlungsprogramm für chronisch Kranke teilnehmen. Meist gibt es aber nur einen Bonus in Höhe der Praxisgebühr.
  • Belastungsgrenze: Sie müssen pro Jahr maximal 2 Prozent des Jahreshaushaltseinkommens an Zuzahlungen leisten, als chronisch Kranker maximal 1 Prozent. Auch die Praxisgebühr und die Zuzahlungen bei Physiotherapie oder im Krankenhaus zählen mit. Haben Sie diese Belastungsgrenze erreicht, können Sie sich schon während des Jahres von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. Rechnen Sie erst am Jahresende ab, erhalten Sie zu viel gezahltes Geld zurück. Beides, Befreiung und Erstattung, müssen Sie bei Ihrer Kasse schriftlich beantragen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 996 Nutzer finden das hilfreich.